Erstellt am 07. Oktober 2015, 09:25

von Dietmar Heger

Nach Georg musste nun auch Toni gehen. Nur eine Woche nach seinem Bruder in Markt Sankt Martin wurde Anton Drabeck beim SC Piringsdorf abgelöst.

Anton Drabeck  |  NOEN

Knapp zwei Wochen ist es her, dass Georg Drabeck beim SV Markt Sankt Martin durch Istvan Szeker ersetzt wurde.

Der Ungar feierte in seinem Premieren-Spiel gegen Piringsdorf einen 2:0-Erfolg und wurde just für Drabecks Bruder Anton zum Sargnagel. Denn auch er musste nur drei Tage nach dem Spiel seinen Hut nehmen.

„So ist eben das Trainergeschäft“, meinte Drabeck nach der Trennung mit dem SCP. Ein wenig enttäuscht ist der Übungsleiter aber schon. Nicht etwa von den Funktionären, die sich letztendlich für die Entscheidung verantwortlich zeigen, sondern von einigen seiner ehemaligen Schützlinge. „Zwei, drei haben Stimmung gegen mich gemacht. Normalerweise sollte man zuerst mit dem Trainer den Dialog suchen, als gleich zum Vorstand zu laufen“, mahnt Drabeck.

Die Harmonie war  nicht mehr gegeben

SCP-Obmann Helmut Stelczenmayr räumt Ungereimheiten mit dem Team ein: „Es hat am Ende nicht mehr harmoniert. Einige Spieler waren mit gewissen Dingen nicht mehr einverstanden. Als 2. Klasse Mitte-Verein kannst du es dir aber nicht leisten, gestandene einheimische Spieler zu verlieren. Da musst du leider anders reagieren.“ Die Trennung von Anton Drabeck war somit die einzige Lösung. Ganz überraschend kam die Entscheidung für Drabeck aber ohnehin nicht:

„Ich bin lange im Geschäft, habe es in gewisser Weise schon geahnt.“ Fakt ist, dass die Punkteausbeute (Anmerkung: sieben Zähler aus neun Spielen) nicht den Erwartungen entsprach. Die Gründe sind vielschichtig. „Leistungsträger wie Manuel Scheiber sind nicht mehr da und vier wichtige Spieler fehlten im gesamten Herbst“, erklärt Drabeck, der auch eigene Fehler einräumt. „Bei den Legionären habe ich mich vergriffen. Das muss ich mir anlasten.“

Ein Ersatz für den Coach steht derzeit noch nicht parat. Interimistisch übernehmen Helmut Stelczenmayr und Sebastian Fritzsche – wenn notwendig auch bis zum Winter.