Erstellt am 17. September 2014, 10:22

von Philipp Heisz

Den Rasen geschont. Ritzing-Obmann Harald Reiszner untersagte das Spiel der 1b gegen 7023 Z-S-P. Folgt eine Neuaustragung oder ein 0:3?

Hoffnung. Ritzing-Teammanager Norbert Hofer hofft auf eine Neuaustragung des 1b-Spiels.  |  NOEN, zVg

All jene, die um 19.15 Uhr im Sonnensee-Stadion von Ritzing ein Spiel der 2. Liga Mitte sehen wollten, mussten sich damit zufrieden geben, dem Platzwart bei seiner Arbeit zuzusehen. Denn direkt nach dem Ostliga-Spitzenspiel gegen Parndorf wurde mit der Sanierung des Rasens begonnen.

Heftige Regenfälle setzten dem Rasen zu

Obmann Harald Reiszner begründet das Vorgehen: „Der Stadionrasen war butterweich. Zwei Spiele hätte er nicht durchgehalten. Jeder weiß, was eine Rasensanierung kostet. Schließlich steigt in acht Tagen das ÖFB-Cupspiel gegen den SV Horn.“ Ganz so einfach ist der Fall freilich nicht. Denn während jeder andere Verein an diesem Wochenende seine Spiele der Reservemannschaft absagen durfte, wird das 1b-Team des Regionalligisten wie eine Kampfmannschaft behandelt. Daher konnte nur der Schiedsrichter das Spiel absagen.

Teammanager Norbert Hofer war ab Samstag 13 Uhr damit beschäftigt, das Spiel ordnungsgemäß abzusagen: „Ich habe mich bei Besetzer Stefan Berlakovich informiert. Die einzige Möglichkeit den Rasen zu schonen war ein vorübergehendes Nichtantreten. Das kann aber nur der Schiedsrichter im System eintragen.“

Daher fanden sich Schiri Michael Gangl und auch die Spieler von Z-S-P und deren Verantwortliche im Stadion ein. Tatsache ist, dass nun der Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) entscheiden muss. Hofer gibt sich zuversichtlich: „Wir haben dem Gegner auch angeboten, auf den Kunstrasen auszuweichen, was dieser ablehnte. Aber auch dafür habe ich Verständnis. Ich rechne mit einer Neuaustragung.“ Für Unmut sorgte die Entscheidung des Obmannes auch bei den eigenen Spielern. Bei einem offenen Gespräch räumte der Teammanager die Ungereimtheiten mit seinen Akteuren jedoch aus.

Am Donnerstag fällt die Entscheidung

Die Verantwortlichen aus Zemendorf sehen die Sache naturgemäß anders und rechnen mit den drei Punkten am grünen Tisch. „Sollte die Entscheidung so fallen, was ich nicht hoffe, müssen wir auch damit leben“, sagt Hofer. Für die Zukunft soll für solche Extremfälle vorgebaut werden. So steht im Raum, die Anlage in Lackendorf wieder für Meisterschaftsspiele des 1b-Teams spielfähig zu machen.