Erstellt am 30. April 2014, 00:00

von Dietmar Heger

Abgänge in Stoob. Unruhe im Verein / Nach den Rücktritten im Winter warfen weitere Funktionäre des ASK Stoob das Handtuch. Nun geht es um die Zukunft.

Abgedankt. Stoob verlor seinen Obmann Roland Schunerits.  |  NOEN
Die vierjährige Amtszeit von Roland Schunerits als geschäftsführender Obmann des ASK Stoob ist vorbei. Nach Spannungen im Verein legte das Vereinsoberhaupt seine Agenden in der Vorwoche zurück. Schunerits kann auf eine erfolgreiche Amtsperiode zurückblicken. Neben dem sportlichen Erfolg – Aufstieg in die 1. Klasse Mitte – wurden auch die Kabinen und die Kantine erneuert. Im Vorjahr überreichte Landeshauptmann Hans Niessl dem Klub sogar die ASKÖ-Trophy.

Derzeit liegt der Aufsteiger nach sechs Spielen der Rückrunde, in denen sieben Punkte erreicht wurden, als Vierter immer im Spitzenfeld. „Trotzdem gab es immer wieder Querschüsse, mussten sich Funktionäre Anfeindungen über Facebook gefallen lassen“, erzählt Roland Schunerits. In der Woche vor dem Derby gegen Neutal hatte der geschäftsführende Obmann dann endgültig genug.

Er brachte seinen Rücktritt ein und wandte sich in einem offenen Brief an die Vereinsmitglieder. Diesem Abgang schlossen sich auch Kassier Otto Sebestyen und gerüchteweise auch Obmann und Bürgermeister Bruno Stutzenstein an. Ziele, wie das Forcieren des Stoober Nachwuchses in der Kampfmannschaft und ein verbessertes Prämiensystem für die einheimischen Spieler, müssen nun andere (wenn gewünscht) einführen.

„Wenn wir den Verein nicht weiterführen, schaut es im Sommer nicht gut aus“

Aber wer soll die beiden Obmänner beerben? Am gestrigen Dienstag lud Stutzenstein zu einer Sitzung, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Fix ist, dass Ex-Sektionsleiter Armin Wohlmuth geladen ist. „Wenn wir den Verein nicht weiterführen, schaut es im Sommer nicht gut aus“, vermutet Wohlmuth.

Zu hoffen bleibt, dass der Höhenflug in der Töpfergemeinde nicht zum Bumerang wird. Ex-Obmann Schunerits hofft auf einen guten Ausgang der aktuellen Causa: „Ich wünsche meinem Nachfolger, wer immer es auch ist, alles Gute! Ich werde auch weiterhin auf den Sportplatz gehen. Nur kann ich das jetzt entspannter machen.“