Erstellt am 20. April 2011, 00:00

Auf Highlight folgte Trauer. FRAUENFUSSBALL / Die Steinbergerin Jenny Pöltl erlebte bei der Elite-Runde des U19-Nationalteams ein Wellenbad der Gefühle.

VON DIDI HEGER

Es sollte das Karrierehighlight der jungen Steinberger Fußballerin Jennifer Pöltl werden. Mit dem U19-Team traf sie im steirischen Anger auf Schottland, Polen und Spanien. Das Ziel, diese Gruppe auf Platz eins abzuschließen und sich so für die Europameisterschaft zu qualifizieren, war klar gesteckt.

Nach zwei Spieltagen war der Zug Richtung Europa auch noch voll auf Kurs. Dem 3:3 gegen die Schottinnen folgte ein souveränes 5:0 gegen Polen.

Nur noch 90 Minuten trennten die Steinbergerin, die in allen Spielen über die volle Distanz im Einsatz war, vom Traum Europameisterschaft. Auch im Entscheidungsspiel gegen Spanien boten die Österreicherinnen eine gute Leistung.

Zwei reguläre Treffer  wurden nicht gegeben

Der namhafte Gegner präsentierte sich jedoch spielerisch stark und hatte zudem eine glänzende Torhüterin zwischen den Pfosten und auch kräftige Unterstützung der Schiedsrichterinnen. „Uns wurden zwei reguläre Tore aberkannt. Wer weiß, wie das Spiel mit einer Führung gelaufen wäre“, zeigt sich Jenny Pöltl von den schwachen Referees bei der 0:4-Niederlage enttäuscht. Mit Rang zwei wurde es also letztlich nichts mit der Endrunde.

Der größere Schock sollte aber am nächsten Tag folgen. Teamchef Ernst Weber verstarb unter den Rädern eines Zuges in Wiener Neustadt. „Er war so wie immer. Er verabschiedete sich noch mit den Worten, wir sehen uns dann in zwei Wochen“, erzählt die Mittelfeldspielerin. „Wir sind alle sehr traurig.“

In zwei Wochen steht für das Fußballtalent das nächste Länderspiel auf dem Programm, diesmal im Kreise der A-Nationalmannschaft. Dazwischen gilt es, in der Meisterschaft mit dem FC Südburgenland die Damenliga weiter aufzumischen.

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