Erstellt am 24. Oktober 2012, 00:00

Auflösung verhindert. Fußball / Rattersdorf beschloss bei einer außerordentlichen Sitzung, den Spielbetrieb im Frühjahr weiter zu führen. Wie lange noch?

Von Didi Heger

Das Beil ist noch nicht gefallen, aber es hängt weiterhin bedrohlich über den 1.-Klasse-Mitte-Klub Rattersdorf. Auf einer Vorstandssitzung wurde zwar die kolportierte Einstellung des Spielbetriebs abgewendet, aber von einem florierenden Verein ist der SC weiterhin so weit entfernt, wie Dominik Heinzl und Sido von einer Freundschaft.

Als (vorerst) rettender Anker wurde von den Funktionären beschlossen, sich von der Reservemannschaft im Frühjahr zu trennen. „Mit 17 eigenen Spielern gehen sich zwei Mannschaften einfach nicht mehr aus und ich kann mir keine zehn auswärtigen Spieler leisten“, erklärt Rattersdorf-Obmann Anton Erhardt die angespannte Lage. In dieser Causa suchte der Verantwortliche bereits das Gespräch mit BFV-Geschäftsführer Simon Knöbl. „Es wird auch seitens des Verbandes eine Hilfestellung für die Vereine geben müssen. Wir stehen mit unserem Problem ja beileibe nicht alleine da. Viele Reservebegegnungen werden nicht mehr gespielt, weil einfach zu wenige Aktive zur Verfügung stehen. Das sieht man an der Sternchen in den Tabellen.“

Rattersdorf geht offen  mit den Problemen um

In Rattersdorf spricht man offen über die derzeitigen Probleme. Ob sie lösbar sind, wird die Zeit zeigen. Der Spielbetrieb bis zur nächsten Generalversammlung im Sommer ist jedoch gesichert. „Wir werden noch einmal eine Mannschaft zusammenkratzen. Um sportlichen Erfolg geht es aber schon länger nicht mehr, eher um die Erhaltung einer Dorftradition. Der Verein gehört einfach zum gesellschaftlichen Leben dazu“, erklärt der Obmann.

Große Lust auf eine neue Periode als Vereinsboss verspürt aber auch der langjährige Funktionär nicht. Und genau da liegt das nächste Problem der Rattersdorfer. Findet sich im Sommer kein neuer Vorstand, wird auch der allerletzte Anker das Rattersdorfer Schiff nicht halten. Da könnte der Rasen auf dem Sportplatz zu einer Grünbrache verkommen.