Erstellt am 22. Oktober 2014, 10:22

Bombenleistung der "Kreutzer". Der Aufsteiger zerlegte die Meister-Elf aus Parndorf mit 4:0. Horitschon remisierte gegen Oberwart - 0:0.

Brisant. Horitschons Manuel Frech (l., hier im Laufduell gegen Oberwarts Emre Koca) spielte diesmal rechts in der Abwehr.  |  NOEN, Otto

Parndorf 1b - Deutschkreutz 0:4. Dem Aufsteiger ist mit diesem doch überraschenden Kantersieg beim regierenden Meister wohl die Überraschung der Runde gelungen. „Wir haben diesmal in Summe eineinhalb Chancen für den Gegner zugelassen und hatten zu den vier Toren noch zusätzlich vier gute Möglichkeiten. Unglaublich, wie bei uns in Sachen Laufbereitschaft Licht und Schatten wechseln“, so ein sehr zufriedener und zugleich verwunderter Deutschkreutz-Trainer Alfred Wagentristl. Auf den raschen Jubel über den Führungstreffer von Dragan Markic (2.), folgte ein ungeplanter Wechsel: Alex Balan musste verletzt raus (19.) und wurde durch Manuel Steinwendter ersetzt.

Der Deutschkreutzer drückte dem Spiel dann auch den Stempel auf. Nach 34 Minuten brachte er eine Hereingabe von Dragan Markic mit der Brust über die Linie und war auch noch für die letzten beiden Treffer hauptverantwortlich. Eine überaus kompakte Vorstellung der Gäste, die die Ausfälle des gesperrten Kapitäns Halil Djezic und der verletzten Filip Alilovic beziehungsweise Martin Weszeli überraschend gut kompensieren konnten. „Eine kollektiv starke Leistung der gesamten Mannschaft, die letztlich einen auch in der Höhe verdienten Sieg eingebracht hat“, meinte Maurizio Zoccola nach dem Spiel.

Das Ruder fest in der Hand

Horitschon - Oberwart 0:0. Das Spitzenspiel der aktuellen Runde ging vor rund 400 Fans in Horitschon über die Bühne. Die Ponweiser-Elf rief in diesen 90 Minuten ihre beste Saisonleistung ab, das befand auch Trainer Franz Ponweiser. Eine Chance von Julian Halder, ein aufgrund eines fragwürdigen Abseits nicht gegebenes Tor von Willi Leser und ein Lösch-Kopfball, der auf der Linie geklärt wurde, unterstrichen dies. Die Gäste aus Oberwart kamen erst in Minute 40 zu ihrer ersten und auch besten Gelegenheit. Angreifer Akdag Coskun scheiterte aber nach einer Finte, er ließ damit zwei Defensivakteure der Horitschoner aussteigen, mit einem Schuss seitlich vom Elfmeterpunkt an ASH-Goalie Didi Dank.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Heimischen das Ruder fest in der Hand. So klatschte ein Kopfball von Mario Lösch nur an die Latte und rettete SVO-Abwehrchef Ante Zore wiederum für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie.

Auch hatten die Portschy-Mannen bei einem Fast-Eigentor von Zore – er lenkte die Kugel von Manuel Takacs bedrängt an das eigene Gestänge – jede Menge Glück. Aufgrund der fahrlässigen Chancenauswertung der Gastgeber blieb es letztlich bei der Punkteteilung, die wohl den Oberwartern mehr hilft als den Platzbesitzern. Erwähnenswert ist auch die solide Leistung der Unparteiischen aus der Bundeshauptstadt um Hauptreferee Harald Ruiss. Aufgrund der Schützenhilfe aus Deutschkreutz bleibt Horitschon auf dem ersten Rang.