Erstellt am 27. Mai 2015, 09:43

von Dietmar Heger

Wessely wechselt im Sommer die Seiten. Nach nicht einmal einem halben Jahr verlässt Trainer Roman Wessely den FC Deutschkreutz in Richtung Horitschon.

Wechsel. Roman Wessely trainiert ab der kommenden Saison seinen Stammverein Horitschon.  |  NOEN, zVg

Die Nachricht traf Deutschkreutz-Obmann Christian Reumann überraschend. Sein Trainer Roman Wessely, der erst am 16. März dieses Jahres das Zepter beim Aufsteiger übernahm, verabschiedet sich im Sommer in Richtung des Lokalrivalen aus Horitschon. „Er hat mich am Donnerstag vor dem Parndorf-Spiel nach dem Abschlusstraining über seinen Schritt informiert. Glücklich bin ich nicht damit“, sagt der FCD-Boss zur BVZ.

Der Horitschoner Roman Wessely war einer von zwei naheliegenden Trainerlösungen bei seinem Heimverein nach dem Abgang von Franz Ponweiser zur Fußballakademie Burgenland. In der Vorwoche wurde er vom Tabellenfünften kontaktiert und sagte rasch zu. „Ich habe eine Nacht darüber geschlafen und dann zugesagt. Die Horitschoner wollten eine rasche Entscheidung“, so Wessely.

Drei harte Wochen warten auf Wessely

Diese traf die im Abstiegskampf befindlichen Deutschkreutzer hart. „Wir hatten uns in einer Vorstandssitzung am Mittwoch eigentlich dazu entschlossen, mit dem Trainer zu verlängern“, erzählt Vereinsboss Reumann. Der Lokalrivale kam den „Kreutzern“ aber zuvor. „Mit mir hatte noch keiner wegen einer Verlängerung gesprochen. Ich hatte auch ein Angebot von einem anderen Verein. Ich musste mich entscheiden“, schildert Wessely seine Situation.

Tatsache ist, dass in den kommenden drei Wochen viel Arbeit auf beide Vereine und ihren „gemeinsamen“ Coach zukommt. In Horitschon muss Neo-Coach Wessely gemeinsam mit dem Vorstand den Kader für die kommende Saison planen, in Deutschkreutz den möglichen Abstieg verhindern, während die Funktionäre einen Nachfolger suchen. Der Bankangestellte hat aber schon einen Plan: „Am Montag führe ich ein Gespräch in Horitschon und ab dann konzentriere ich mich voll auf den Abstiegskampf mit Deutschkreutz. Ich will auch im nächsten Jahr ein Derby in der BVZ Burgenlandliga haben.“