Erstellt am 26. November 2013, 23:59

von Michael Heger

„Das Ziel des Teams ist der Relegationsplatz“. Regionalliga Ost / Ritzing-Manager Robert Hochstaffl zieht im Interview nach knapp einem Jahr beim SC Ritzing eine mehr als positive Zwischenbilanz und spricht über die nächsten Hürden.

Zusammenarbeit. Manager Robert Hochstaffl und Obmann Harald Reißner brachten das Schiff SC Ritzing wieder auf Kurs. Die Mannen aus dem Sonnenseestadion haben sich für die kommende Rückrunde ein hohes Ziel gesetzt.  |  NOEN

Von Michael Heger

BVZ: Sie sind nun seit fast einem Jahr beim SC Ritzing tätig, was hat sich in dieser Zeit getan?

Robert Hochstaffl: Das Trainerteam und ich sind am 15. Jänner angetreten, in einer schier aussichtlosen Situation mit nur vier Punkten und ohne Mannschaft. Gesamt wurden mehr als 20 Spieler in den zwei Übergangsperioden geholt, mit einem Kraftakt konnten wir im vergangenen Jahr – wenn auch mit etwas Glück – die Liga halten und sind jetzt ganz vorne dabei. Im Kalenderjahr 2013 haben wir 54 Punkte geholt.

Wie zufrieden sind Sie mit der Hinrunde Ihres Teams?

Hochstaffl: Wir hatten auch im Sommer eine schwierige Aufgabe, da uns durch das lange Warten auf die Relegation eigentlich die Zeit fehlte, um strategisch an der Mannschaft zu arbeiten. Trotzdem sind Top-Transfers gelungen. Aufgrund der fehlenden Zeit zur Entwicklung überrascht es uns ein wenig, dass wir schon so weit vorne dabei sind.

Stichwort Transfers: Was wird sich in der Winterpause tun?

Hochstaffl: Wir wollen endlich Kontinuität in die Mannschaft bringen. Wir haben ein junges Team, das wir weiter entwickeln wollen. Wir haben diesen Winter erstmals Zeit zu agieren, nicht nur zu reagieren. Wenn Neuzugänge kommen, dann nur solche, die uns auch im Falle eines Aufstiegs weiterhelfen können.

Wie sehen die Ziele für die bevorstehende Rückrunde aus?

Hochstaffl: Wir wollen am Ende der Meisterschaft auf dem Relegationsplatz für den Bundesligaaufstieg stehen – wir und die Mannschaft glauben auch daran.

Wie weit sind Sie mit den Lizenzierungsunterlagen?

Hochstaffl: Die vorläufigen Lizenzierungsunterlagen sind derzeit beim Steuerberater, werden vor dem Stichtag am 30. November bei der Bundesliga eingereicht. Die endgültigen Lizenzierungsunterlagen müssen am 15. März 2014 abgegeben werden.

Sind noch viele Dinge zu erledigen, um die Bundesliga-Kriterien zu erfüllen?

Hochstaffl: Es wartet noch sehr viel Arbeit auf uns. Wir brauchen eine bundesligataugliche Organisation, die einen Profibetrieb möglich macht, diese ist derzeit noch überhaupt nicht gegeben. Am Stadion müssen ebenfalls ein paar Dinge adaptiert werden, Stichwort Fernsehtürme. Presse- und Nachwuchsbereich müssen noch ausgebaut werden.

In einer Wiener Tageszeitung meinte FAC-Funktionär Peter Eigl zitiert, dass der SC Ritzing sowieso keine Lizenz bekäme, wegen Außenständen bei der Gebietskrankenkasse.

Hochstaffl: Ich finde es interessant, wie viele Gedanken sich Herr Eigl über den SC Ritzing macht. Er sollte sich Sorgen um seinen Verein und somit die Lizenzierungsunterlagen des FAC machen. Mir ist von solch einem Problem nichts bekannt, wir werden ganz normal einreichen.

Auch die 1b-Mannschaft hat sich in diesem Herbst gut geschlagen, ist einer der Favoriten auf den Aufstieg in die BVZ Burgenlandliga. Was sind da Ihre konkreten Ziele?

Hochstaffl: Das 1b-Team ist derzeit noch eine Baustelle. Es wird bald eine Besprechung geben, um auch da die Kaderplanungen voranzutreiben. Im Herbst „lebte“ die Mannschaft vom Kader der Regionalliga-Truppe. Mittelfristig soll die 1b eine eigenständige Mannschaft werden, die nicht nur von den Leihgaben der Kampfmannschaft zehrt. Langfristig soll die Kampfmannschaft von der Arbeit, die bei der 1b geleistet wird, profitieren.