Erstellt am 12. Juni 2013, 00:00

Den Pokal erzittert. ÖFB Ladies Cup / Der ASV Spratzern mit der Steinbergerin Jenny Pöltl sicherte sich nach einem turbulenten Finalspiel den Cupsieg.

Mit dem Pokal. Nach einem atemberaubenden Endspiel im ÖFB Ladies Cup konnte die Steinbergerin Jenny Pöltl endlich mit dem Pokal für ein Foto posieren. Als österreichische Cupsiegerin sieht die quirlige Nationalspielerin ihrem Engagement in Amerika entgegen. Foto: Möhsner  |  NOEN, Möhsner
Von Didi Heger

Fußball / Nervenaufreibende 120 Fußballminuten lagen hinter Jenny Pöltl, als sie den Siegerpokal des ÖFB Ladies Cup in den Himmel stemmen konnte. „Ein schönes Gefühl. Überhaupt weil unter einer langen Liste, wo nur Neulengbach stand, schon Spratzern eingraviert war“, erzählt die Steinbergerin.

Die Spielzeit davor war wahrlich nichts für schwache Nerven. Spratzern spielte lange Zeit sehr gut und hatte in Minute 87 beim Stand von 3:0 eigentlich den Pokal schon fix in der Tasche. Doch binnen vier Minuten erzielte der Meister drei Tore und erzwang eine Verlängerung. „Es war nicht einfach, sich nach diesen turbulenten Minuten noch einmal für eine halbe Stunde zu konzentrieren“, berichtete Pöltl. Es sollte gelingen und nach dem Elfmeterschießen waren die Strapazen der 120 Minuten vergessen. „Wir haben das ganze Wochenende durchgefeiert“, schildert die Nationalspielerin, die im Elfmeterschießen ihren Kolleginnen den Vortritt ließ.

Die Saisonziele wurden sogar noch übertroffen

Eine tolle Saison fand somit ihre Krönung. „Wir wollten Serienmeister Neulengbach in der Meisterschaft ein wenig ärgern und in die Champions League kommen“, erzählt Pöltl. Das gelang. Nur die Tordifferenz entschied nach 18 Runden für Neulengbach. In der Rückrunde kassierte die Elf der Steinbergerin keinen einzigen Gegentreffer. Die Champions League war somit souverän erreicht. Doch ob Pöltl in dieser auch spielen wird, ist nicht fix. „Ich werde bei Spratzern bleiben, zu 90 Prozent aber von August bis April in Amerika für ein College-Team spielen“, so Jenny Pöltl. „Es fehlt nur noch das Visum und eine ärztliche Bestätigung.

Ihre A-Team-Karriere sieht Pöltl trotz des Übersee-Engagements nicht gefährdet, zumal Teamchef Dominik Thalhammer zuletzt eine neue Viererkette aufbauen wollte und die Steinbergerin beim 3:1 gegen die Slowakei als rechte Außenverteidigerin von Beginn an mitwirken durfte.