Erstellt am 20. November 2013, 23:59

von Bernhard Fenz

Der Ärger bleibt. 2. Klasse Mitte / Kroatisch Minihof kämpft gegen Unterfrauenhaid um den Titel. Das müsste laut Präsident Norbert Darabos nicht sein.

Norbert Darabos, hier noch während seiner Zeit als Obmann, ist seit 2007 Präsident des SC Kroatisch Minhof. Foto: Gansrigler  |  NOEN, Gansrigler
Von Bernhard Fenz

Unterfrauenhaid 34 Punkte, Unterrabnitz 33 Punkte, Kroatisch Minihof 32 Punkte: Die Tabelle der 2. Klasse Mitte verspricht ein spannungsgeladenes Frühjahr. Geht es nach Kroatisch Minihof-Präsident Norbert Darabos, sollten aber eigentlich nur zwei Klubs den Titelkampf bestreiten.

Darabos fordert mehr Fingerspitzengefühl vom Verband

„Es ärgert mich maßlos, dass Unterfrauenhaid im Sommer nicht wieder in die 2. Liga Mitte eingegliedert wurde, obwohl die Verantwortlichen das angestrebt haben. Das ist also überhaupt nichts gegen Unterfrauenhaid, sondern gegen die Vorgehensweise des Verbands“, so der Ex-Sportminister und aktuelle SP-Bundesgeschäftsführer.

„Mir ist schon klar, dass es gewisse Statuten gibt. Aber hier hätte man Fingerspitzengefühl beweisen können. Stattdessen haben wir jetzt 15 Klubs in der letzten Klasse. Jedenfalls sollte man erfolgsorientiert denken – und das ist dann schwer, wenn dir so eine starke Mannschaft vorgesetzt wird.“

Hintergrund: Der ehemalige Verein aus der 2. Liga Mitte ging mit Ritzing 2011/2012 sowie 2012/2013 zwei Saisonen lang eine „Ehe“ ein, indem beide Male „um Enthebung der Teilnahme an der Meisterschaft angesucht worden war“, wie BFV-Sekretär Karl Schmidt klarstellt.

„Behandelt, als wäre Neugründung erfolgt“ 

„Die Spieler wurden dabei zu Ritzing befristet transferiert, dort wurde dann die 1b-Mannschaft installiert. Nach zwei Saisonen hat der Verein um Wiedereingliederung angesucht – und der BFV-Vorstand hat den Klub statutengemäß so behandelt, als wäre eine Neugründung erfolgt.“ Nachsatz: „Hätte es eine Spielgemeinschaft gegeben, wäre das etwas anderes gewesen.“

Verbandspräsident Gerhard Milletich reagierte übrigens gelassen auf die Kritik von Darabos: „So wie es Gesetze gibt, gibt es im Fußball Statuten – die sind einzuhalten.“