Erstellt am 30. Mai 2012, 00:00

Der Ritzing-Boss spricht. FUSSBALL / Obmann Harald Reißner redet Klartext rund um den Ostligisten und wehrt sich gegen die kursierenden Gerüchte.

VON CHRISTIAN PÖLTL

„Der SC Ritzing stellt den Spielbetrieb nicht ein und wird auch in der kommenden Saison Regionalliga spielen“, eröffnet Ritzings Vereinsboss Harald Reißner das Gespräch mit der BVZ. Mit klaren Worten wolle Reißner den in den vergangenen Tagen und Wochen kursierenden Gerüchten, die von der Einstellung des Spielbetriebs bis hin zum Rückzug in die 2. Klasse Mitte reichten, endgültig eine Absage erteilen. Auch die auf die Dauer von zwei Jahren ausgerichtete Kooperation mit dem SC Unterfrauenhaid habe weiterhin Bestand. Demnach habe eine Unterredung zwischen Harald Reißner und dem neuen BFV-Präsidenten Gerhard Milletich eine Generaldebatte über den burgenländischen Fußball zum Thema gehabt, in welcher sich Reißner auch etwaige Optionen für den SC Ritzing aufzeigen ließ.

„Ich bin mittlerweile gut zwanzig Jahre im Amt. Nun frage ich mich, wo soll die Reise hingehen? Wir haben lediglich überlegt und uns andere Varianten aufzeigen lassen. Es geht mir um fehlende Nachhaltigkeit“, spricht Reißner weiters ein, wie er sagt, „substanzielles Problem im mittelburgenländischen Fußball“ an. Ritzing/Unterfrauenhaid zeige einen ansehnlichen Fußball, spiele mit vier einheimischen Jungspielern und finde dennoch keinen adäquaten Zuschauerzuspruch. Aber wie wolle Ritzing diesem Problem Herr werden? „Dafür gibt es keine Patentlösung. Ein Ostligaspiel zu besuchen ist für einen Zuseher mittlerweile auch schon richtig teuer. Das steht doch in keinem Verhältnis mehr zu den bestehenden Spielergehältern“, poltert Ritzings Vereinsboss weiter.

Reißners ehrenhafte Absichten nicht bestreitend, stehen demnach dennoch auch finanzielle Aspekte im Spektrum der Ritzinger Überlegungen. „Spielerabgänge können nie ausgeschlossen werden. Doch wir konnten bislang immer gute Spieler verpflichten“, blickt Reißner den anstehenden Vertragsverhandlungen optimistisch entgegen.

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