Erstellt am 18. November 2015, 10:05

von Dietmar Heger

Die Ansichten waren zu unterschiedlich. Deutschkreutz entließ Trainer Norbert Barisits. In Zukunft soll vermehrt auf den eigenen Nachwuchs gesetzt werden.

Sigleß-Trainer Norbert Barisits hofft auf seinen neuen Goalie.  |  NOEN

Knalleffekt beim FC Deutschkreutz. Am vergangenen Freitag trennte sich der Tabellenfünfzehnte der BVZ Burgenlandliga von Trainer Norbert Barisits. Der Trainerroutinier war von der Entscheidung überrascht: „Es traf mich völlig unvorbereitet. Eigentlich war ich auf das Testspiel gegen Weppersdorf eingestellt, habe mich wie immer vorbereitet. Doch dazu kam es nicht mehr. Ich konnte mich nur noch von der Mannschaft verabschieden.“

Denn noch bevor Barisits vor die Mannschaft trat, teilte ihm Obmann Christian Reumann mit, dass man sich von ihm trennen würde. „In der vergangenen Woche ergab sich eine neue Option für uns, die wir nutzten. Norbert war bei uns ohnehin nicht ganz glücklich. Daher habe ich mich so entschieden.“

Ansichten waren nichtt  mehr die selben

Sowohl Barisits als auch Reumann gaben zu, dass sich die Ansichten über den weiteren Weg des FC Deutschkreutz immer mehr voneinander unterschieden. Ist die Trennung somit nachvollziehbar? „Ich akzeptiere das. Die Auffassungsunterschiede waren gravierend. Der Zeitpunkt kam für mich aber doch überraschend“, erklärt Barisits, der auch überzeugt ist, dass er den Klassenerhalt im Frühjahr geschafft hätte.

Die neue Option beim FCD heißt Roman Fennes, ist aber gar nicht so neu. Denn das FCD-Urgestein sprang schon im Frühjahr nach der Trennung vom Trainerduo Alfred Wagentristl/Maurizio Zoccola ein. „Roman kann es sich jetzt beruflich besser einteilen als damals“, so Reumann. Fennes setzt in seiner neuerlichen Amtszeit auf Nachhaltigkeit im Verein: „Wir haben 110 Kinder im Nachwuchs. Das muss sich in Zukunft auch in der Kampfmannschaft widerspiegeln.“ Ehrgeizige Ziele für die mittlere Frist. Kurzfristig soll einmal die Liga gehalten werden, um den Jungen auch eine gute Plattform bieten zu können – mehr dazu auf Seite 75.