Erstellt am 08. Dezember 2010, 00:00

Die ausgeglichenste Truppe steht vorne. 2. LIGA MITTE / Herbstmeister Draßburg steht weder in der 1. Halbzeit-Tabelle noch in der 2. Halbzeit-Tabelle ganz vorn.

Blitzstarter. Marco Baumgartner und seine Kollegen vom SV Rohrbach führen die Tabelle der ersten Halbzeit an, kamen aber in Hälfte zwei nicht über Platz elf hinaus.  |  NOEN
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VON MICHAEL HEGER

Nach Abschluss einer Herbstrunde werden die Ergebnisse naturgemäß analysiert. Eine interessante Statistik ergibt dabei die Frage: „Wie würde eine Tabelle aussehen, wenn in jedem Spiel in der Halbzeit Schluss wäre?“, oder „was wäre, wenn nur die zweite Halbzeit zählen würde?“ Wir gingen der Sache auf den Grund und konnten zwei sehr interessante Tabellen herausfiltern.

Rohrbacher als die  „Blitzstarter“ der Liga

Nicht gerade überraschend ist die Tatsache, dass die Spitzenteams der Liga in beiden Tabellen an der Spitze angesiedelt sind. Mit einer Ausnahme. Der SV Rohrbach führt die Tabelle der ersten Halbzeit an, wäre jedoch bei den Ergebnissen der zweiten Hälfte nur auf Platz elf zu finden. Für Trainer Karl Terdy liegt der Grund auch in der Zusammensetzung seiner Mannschaft. „Wir haben Schwächen in der Offensive. Es war oft der Fall, dass wir in Hälfte zwei das Ergebnis verwalten mussten“, so der Trainer zur Statistik.

Ebenfalls sehr stark in Hälfte eins ist der USC Pilgersdorf. Bei den Pilgersdorfern ist es ähnlich wie bei Rohrbach. Es fallen relativ wenig Tore, gestützt auf eine gute Defensive versucht man, die Spiele für sich zu entscheiden. Bei Pilgersdorf reicht es aber auch in der 2. Hälfte für Rang sechs. Am ausgeglichensten ist der Herbstmeister. Der ASV Draßburg liegt in beiden Tabellen unter den ersten drei. Auch das ist ein Zeichen der Stärke der Rotpuller-Truppe.

Die Tabelle der 2. Halbzeit wird von Markt St. Martin angeführt. Besonders zu Beginn der Saison entschieden Marjan Markic und Co. ihre Spiele in den letzten Minuten. Aufgrund einiger unnötiger Gegentore wurde des Öfteren eine frühe Führung in der ersten Hälfte nicht mit in die Pause genommen. Auch am unteren Ende der zwei fiktiven Tabellen spiegelt sich das Bild der Herbsttabelle wider. Mit Wiesen und Oberpetersdorf stehen zwei Teams, die gegen den Abstieg spielen werden, am Ende der beiden Tabellen. Für viele Fans und auch den einen oder anderen Trainer sind solche Statistiken interessant oder auch ein Hinweis, wo man den Hebel ansetzen kann. Neudörfl-Trainer Mario Renner, dessen Team in der zweiten Hälfte besser ist, meint: „Man hat in einigen Spielen gesehen, dass wir gegen Ende mehr zusetzen konnten als der Gegner.“