Erstellt am 09. Januar 2013, 00:00

Djulic soll es richten. Neo-Coach / Mit Fuad Djulic holte sich Ostligist Ritzing einen bekannten Namen als Trainer für das Frühjahr und den Abstiegskampf.

Von Michael Heger

FUSSBALL / Fuad Djulic ist ein Begriff im österreichischen und auch im internationalen Fußball. Er war Torhüter der früheren jugoslawischen Nationalmannschaft, spielte in Österreich insgesamt vier Jahre für Wacker Innsbruck in der Bundesliga. Er war dreimal Torhüter des Jahres in Ex-Jugoslawien und dreimal Torhüter des Jahres in Österreich. Auch als Trainer arbeitete er unter berühmten Namen.

Als Co-Trainer des jetzigen deutschen Teamchefs Joachim Löw und später von Kurt Jara wurde er mit dem damaligen FC Tirol dreimal österreichischer Meister und einmal Cupsieger. Bei Austria Wien arbeitete er als Co-Trainer von Horst Hrubesch. In den vergangenen Jahren war Djulic in Oberösterreich beim FC Pasching und SV Traun als Trainer tätig. Wie kam man zu so einem namhaften Trainer? Ritzing-Obmann Harald Reißner: „Pasching-Präsident Franz Grad hat ihn mir empfohlen. Er hat schon für ihn als Trainer gearbeitet und er ist von seiner Fach-Kompetenz überzeugt.“

Steigt Grad bei  den Ritzingern ein?

Dass Grad in Ritzing einsteigt, kommentiert Reißner so: „Uns verbindet eine langjährige Freundschaft und ich schätze seinen Rat. Ansonsten kommentiere ich Gerüchte nicht.“ Und weiter: „Wir planen längerfristig mit dem neuen Trainer, jetzt müssen wir noch ein starkes Team zusammenstellen.“ Man habe den Klassenerhalt jedenfalls noch nicht abgehakt. „Beim Trainingsauftakt am 14. Jänner sollen schon sieben Neue an Bord sein“, erklärt Manager Norbert Hofer die Vorgehensweise in den nächsten Tagen. Und Reißner ergänzt: „Wir werden sicher keine 30-jährigen Stars holen, sondern junge, gute Spieler. Der Trainer möchte auch eine junge Mannschaft haben. Wir wollen eine Mannschaft, mit der wir längerfristig planen können.“

In den nächsten Tagen werden sich also wieder die Spieler in Ritzing die Türklinke in die Hand geben. Die derzeitige Personaldecke ist sowieso schon mehr als dünn, wurde doch am Wochenende auch der Vertrag mit Nihat Güzel aufgelöst. Die beiden Legionäre Peter Brezik und Marek Kausich werden weiterhin in Ritzing tätig sein, also ist nur ein Legionärsplatz zu vergeben. Dieser wird wohl mit einem Stürmer besetzt werden. Obmann Reißner: „Wir werden uns wieder über die Landesgrenzen hinaus um Spieler umsehen, denn in unserer Situation brauchen wir die nötige Qualität, um bestehen zu können.“