Erstellt am 26. November 2013, 23:59

von Dietmar Heger

Dörfl ändert den Kurs. „Einheimischer Weg“ / Der Tabellensiebente der 2. Klasse Mitte trennte sich von Trainer Marcel Hulak und zwei Legionären.

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Von Didi Heger

FUSSBALL / Im Sommer war der SC Dörfl angetreten, um den direkten Wiederaufstieg in die 1. Klasse Mitte zu erreichen. Dafür wurde der slowakische Trainer Marcel Hulak trotz des Abstiegs gehalten und die Mannschaft um die beiden Legionäre Nikola Tadic und Dejan Marianovic verstärkt. Gut vier Monate später sieht die Welt aber ganz anders aus.

Die Punkteausbeute  war einfach zu gering

Dabei war nach sieben gespielten Runden noch alles Eitel Wonne. Sechs Siege und nur eine unglückliche Niederlage gegen Großwarasdorf standen zu Buche, man befand sich auf dem zweiten Rang. Doch dann kam das spielfreie Wochenende. Der Aufstiegsaspirant verzichtete auf einen Test, um die Akkus für die zweite Saisonhälfte wieder voll aufzuladen. Was folgte waren ein Remis in Pöttsching und fünf Niederlagen am Stück. Diese bedeuteten den Abschied aus dem Titelrennen und letztendlich auch das Aus für Trainer Marcel Hulak. „Wir haben nicht die Punkte erreicht, die wir uns als Ziel gesetzt haben“, lautet die Begründung von Obmann Kurt Putz. Über seinen scheidenden Trainer will er aber nichts kommen lassen.

„Mir hat eine Trainerentlassung selten so weh getan. Marcel war ein ruhiger, sachlicher Trainer, der den Spielern Strukturen und ein gutes Training geboten hat“, bekräftigt der Vereinsboss. Also übernimmt ab nun Christian Meixner das Training. „Ich wollte ihn schon vor einem Jahr, doch da war er anderweitig gebunden“, erzählt Putz. Der Dörfler war somit die logische Lösung, hatte er doch Mitte der Saison seinen Kontrakt mit Piringsdorf gelöst.

Einheimischer Trainer  plus Eigenbauspieler

 

Abgesehen vom Trainersessel setzt man im Frühjahr auch am Spielersektor auf einheimisches Blut. Dejan Marianovic und Szebastian Raposa werden abgegeben, dafür kehrt Clemens Leidl nach seinem Schweden-Aufenthalt in den Kader zurück und an einer weiteren „einheimischen“ Verstärkung für die Defensive wird noch gearbeitet.

Damit geht Dörfl im Frühjahr neben den Eigenbauspielern nur mit zwei Legionären (Anm. Milos Banjac und Nikola Tadic) ins Rennen – und auch der Trainer stammt aus der Ortschaft.

Heimkehr. Christian Meixner übernimmt das Traineramt in seiner Heimatgemeinde Dörfl.