Erstellt am 01. August 2012, 00:00

Düdelingen? Leider Nein. FUSSBALL / Einige Bezirksklubs bewarben sich beim Ö3-Gewinnspiel für ein Match gegen die Sensationself aus Luxemburg.

VON DIDI HEGER

Sie ließ keinen Fußballfan in ganz Österreich kalt. Die Niederlage von Red Bull Salzburg gegen die Amateure von F91 Düdelingen. Die Nation war gespalten in all jene, die aus Schadenfreude über den Bauchfleck der Bullen schmunzelten und all jene, welche direkt die negativen Folgen für den österreichischen Fußball realisierten und sich maßlos über die Versager aus Salzburg ärgerten. Eine Woche nach der Schmach ist ganz Österreich aufgrund einer Ö3-Aktion auf Revanche eingestellt. Der öffentliche Radiosender rief das Projekt „Düdelingen – die Revanche“ ins Leben. Vereine der vierten Leistungsklasse und darunter konnten sich mittels eines Fotos und einer Ansage, warum gerade sie die Ehre Österreichs retten können, auf der Homepage des Radiosenders anmelden. Dem Gewinner winkt ein Duell mit den Red-Bull-Bezwingern im Oktober in Luxemburg.

Bezirksteams fühlten sich  zur Ehrenrettung berufen

Unterm Strich meldeten sich rund 1500 Mannschaften aus ganz Österreich an, um die Reise nach Luxemburg anzutreten, darunter auch einige Teams aus dem Bezirk. Kroatisch Geresdorf wollte nach dem Aufstieg in die 1. Klasse Mitte sein Können auch auf der internationalen Bühne beweisen. Klassenkonkurrent Steinberg beteiligte sich ebenfalls an der Aktion. „Wir wollen den Düdel-Heros den Gar ausmachen“, stand unter der Bewerbung der Kicker. Oberpullendorfs Mittelfeldspieler Maximilian Estl versicherte dem Ö3-Team, dass die SCO-Stürmer Chancen á la Stefan Maierhofer verwerten würden. Auch für Horitschon wäre das Duell laut Sektionsleiter Paul Putz interessant gewesen, doch leider erfuhr man von der Aktion zu spät. Schade, vielleicht wäre gerade sein Klub zur Ehrenrettung berufen gewesen.

So wurde die Truppe des SC Ortmann am Dienstagfrüh gezogen. Interessante Details am Rande: Horitschons Neuzugang Yasin Adigüzel wechselte erst im Sommer vom SC Ortmann ins Mittelburgenland. Der Verein aus der niederösterreichischen Gebietsliga Süd/Südost ist zudem der Ex-Klub von Mattersburg-Amateure-Trainer Heinz Griesmayer. Dieser stieg mit dem SCO im Frühjahr 2000 noch in die Landesliga auf.

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