Erstellt am 07. März 2012, 00:00

Eine Kurzschluss-Reaktion. FUSSBALL / Der Mannersdorfer Christopher Trimmel sah gegen Ried seine erste „Rote“ in der Bundesliga. Die Strafe fiel mild aus.

VON DIDI HEGER

Die 42. Minute des Spiels Rapid gegen Ried wird dem Mannersdorfer Flügelflitzer wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Nach einem brutalen Foul seines Gegenüber Anel Hadzic – der Trimmel von hinten in die Beine rutschte – sah der Burgenländer für seine heftige Reaktion von Schiedsrichter Schörgenhofer Rot. „Ich wollte ihn eigentlich nur fragen, ob er nicht ganz dicht ist“, so Trimmel. „Gott sei Dank habe ich ihn im Augenwinkel schon kommen sehen. Hätte er mich am Standfuß getroffen, wäre ich wohl schwerer verletzt gewesen.“ Trotzdem will der sympathische Rapidler seine Reaktion in keinster Weise schönreden: „Ich hätte mich besser im Griff haben müssen.“ Der Ärger darüber, dass nur er vom Platz musste, ist aber noch nicht ganz verflogen.

Das Trainerteam zeigte  sich verständnisvoll

Von Trainer Peter Schöttel gab es zwar mahnende Worte, Konsequenzen hat Trimmel aber nicht zu erwarten. „Der Trainer weiß, dass ich in der Regel ein ruhiger Typ bin, der nur schwer aus der Fassung zu bringen ist. Auch das übrige Trainerteam zeigte Verständnis für meine Reaktion.“ Trotzdem kann der rechte Mittelfeldspieler sein Team im wichtigen Spiel gegen die roten Bullen aus Salzburg nicht unterstützen. Er fasste für sein Vergehen eine Sperre von einem Spiel und einem weiteren – bedingt auf sechs Monate – aus. „Ich empfinde meine Strafe als gerecht. Ich habe mein Fehlverhalten eingestanden. Da ich vorher noch nie gesperrt war und spezielle Umstände herrschten, beließ es der Strafausschuss bei der milden Strafe“, berichtete Trimmel.

Somit ist der Burgenländer für das grün-weiße Duell mit dem SV Mattersburg auch weider spielberechtigt. Nun gilt es, sich im Training bei Trainer Peter Schöttel wieder aufzudrängen. „Ich gebe sowieso immer Vollgas“, versprüht der Offensivmann nach dem Urteil schon wieder Optimismus.

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