Erstellt am 04. April 2012, 00:00

Einige grübeln bereits. FUSSBALL / Bei manchen Vereinen im Bezirk schrillen die Alarmglocken. Es gibt einfach zu wenig Fußball-Nachwuchs.

VON MICHAEL HEGER

„Das Ganze wird irgendwann zu einem Fass ohne Boden“, analysiert Markt Sankt Martin-Obmann Walter Kleindl die Situation, die sehr viele Vereine im Amateur-Bereich betrifft.

Änderungen von Seiten des  Verbandes dringend nötig

In vielen kleinen Ortschaften fehlen einfach die Kinder und Jugendlichen, die in die Kampfmannschaft nachrücken könnten. Somit muss man wohl oder übel auf Spieler von auswärts zurück greifen. Aber auch wenn man einige „billige“ Kicker dabei hat, wird die Gesamtsumme oft eine schwindelerregende. Einige Vereine greifen nach der Hilfe aus dem benachbarten Ausland, die ja seit der neuen Gleichgestellten-Regelung einfacher ist. Ab Juli 2013 werden die EU-Grenzen wohl sogar ganz geöffnet. Für den heimischen Fußball ist das natürlich noch schlechter.

„Ein Ansatz wäre, den Reservebewerb unterhalb der BVZ Burgenlandliga fallen zu lassen. Es ist ein Wahnsinn, wenn man nur zehn eigene Spieler hat, aber mindestens 25 braucht, das ist finanziell auf Dauer nicht machbar“, so Kleindl. „Wenn man sich ansieht, dass bei den Großfeld-Nachwuchsmannschaften schon Spielgemeinschaften von fünf Ortschaften nötig sind, dann muss man kein Genie sein, um zu sehen, dass es wohl nicht besser werden wird.“ Bei einigen Klubs ist nun schon eine Kooperation mit einem Nachbarverein ein Thema. Dabei scheiterte es in der Vergangenheit schon oft an der Engstirnigkeit oder falschem Stolz einiger Funktionäre.

Auch höherklassige Vereine  leiden unter der Situation

Die Personalsituation in den unteren Ligen schadet übrigens auch höherklassigen Vereinen. „Wir haben eine große Nachwuchsabteilung, aber dadurch, dass in den unteren Klassen wenig Spieler da sind, werden oft die jungen Spieler mit Geld geködert“, erklärt Oberpullendorfs Nachwuchsleiter Didi Heger die mittlerweile prekäre Situation.

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