Erstellt am 30. November 2011, 00:00

Einmal hin und zurück. FUSSBALL / Husein Harambasic wechselt von Oberpullendorf zurück zum SC Dörfl. Der Transfer wirbelte einigen Staub auf.

VON DIETER DANK

Das Kapitel Husein Harambasic und SC Oberpullendorf ist um ein unschönes Kapitel reicher. Der Stürmer, der dem Nachwuchs des Burgenlandligisten entstammt, kehrte nach über drei Jahren in der 2. Klasse Mitte (Frankenau, Dörfl) im Sommer zu seinem Stammverein zurück, um sich nochmals zu beweisen. Nach nur einem halben Jahr ist das Experiment aber schon wieder Geschichte. Aber warum eigentlich? Der 27-jährige Angreifer hatte in der abgelaufenen Herbstrunde doch viermal getroffen, war Toptorschütze des offensiv kränkelnden Tabellenfünfzehnten.

„Wir hatten eine Vereinbarung für ein halbes Jahr. Vor drei Wochen hat er unserem Teammanager seinen Verbleib im Frühjahr zugesagt. Er war am Mittwoch ganz normal beim Training in der Halle, doch am Freitag erhielt ich eine SMS, dass er den Verein verlassen möchte“, schildert Coach Didi Heger die Geschehnisse der letzten Tage.

Der Wechsel ging nicht  ohne Nebengeräusche ab

Gegenüber dem Trainer nannte Harambasic finanzielle Aspekte und die Chance auf den Meistertitel als Gründe für den Wechsel. „Es muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden, wo er spielen möchte. Die Art und Weise seines Abgangs ist aber höchst fragwürdig und menschlich nicht in Ordnung“, führt der Coach weiter aus. „Solange ich den SCO trainiere, ist für diesen Spieler die Tür fest zugesperrt.“

Ganz reibungslos ging der Transfer aber auch bei den Dörflern nicht über die Bühne. Einige Mannschaftskollegen nehmen dem Angreifer seinen unrühmlichen Abgang im Sommer noch immer übel. Erst eine mannschaftsinterne Abstimmung machte den Transfer nach langen Diskussionen endgültig. Nun liegt es an Harambasic, mit Leistungen die Vorurteile der Kollegen zu widerlegen.

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