Erstellt am 09. Oktober 2013, 12:06

Erster Treffer im Team. Erfolgserlebnis / Die Steinbergerin Jenny Pöltl erzielte gegen Bulgarien ihr erstes Tor für Österreich. Weitere schwere Aufgaben warten.

Legionärin. Jenny Pöltl ist derzeit für die ETSU Buccaneers in den USA im Einsatz.  |  NOEN
Von Didi Heger

FUSSBALL / In nicht einmal drei Wochen ist es wieder so weit. Dann steigt die Steinbergerin Jenny Pöltl wieder in den Flieger, der sie von ihrem USA-Studium zum österreichischen Frauen-Nationalteam bringt, um Punkte in der WM-Qualifikation zu sammeln.

Flügelflitzerin traf bei Kantersieg gegen Bulgarien

Der letzte Trip nach Vöcklabruck und Turku (Finnland) hinterließ gemischte Gefühle. Zwar reichte es nicht für die Startelf, doch Teamchef Dominik Thalhammer ließ Jenny Pöltl in beiden Quali-Spielen fast eine ganze Hälfte mitwirken.

Die flinke Flügelspielerin dankte es ihrem Trainer mit dem Tor zum 4:0 gegen Bulgarien. Nicht das wichtigste Tor in ihrer noch jungen Karriere, aber „schon etwas Besonderes“ sagt Jenny Pöltl. In Finnland wurde der EM-Teilnehmer dominiert, aufgrund mangelnder Chancenauswertung hieß es am Ende aber 1:2.

„Heimspiel“ gegen Gruppenfavorit in Ritzing

Trotzdem bleibt das Ziel für Pöltl klar: „Wir wollen Rang zwei. Es ist noch alles offen, die Qualifikation hat erst begonnen.“ Gegen Ungarn rechnet die Steinbergerin mit einem Punktezuwachs. „Wir holen die drei Punkte und dann geht es gegen Frankreich“, ist Pöltl optimistisch.

Das Spiel gegen die Grande Nation wird für USA-Studentin ein Heimspiel, findet es doch am 31. Oktober auf der Sportanlage des SC Vinea Ritzing statt.

Übersee kein Problem: „Der Teamchef sieht sehr viel von mir“

Apropos USA: Auch dort läuft es für die Steinbergerin blendend. Für ihr Team, die ETSU (East Tennessee State University) Buccaneers, läuft es in der Meisterschaft, auch aufgrund der vier Treffer der Rechtsfüßerin, bislang sehr gut. Bleibt noch die Frage, ob man es bei Nationaltrainer Thalhammer als Übersee-Legionärin schwerer hat, weil man nicht so im Fokus steht.

„Überhaupt nicht. Unsere Spiele werden alle aufgezeichnet. Der Teamchef sieht sehr viel von mir“, erzählt Pöltl. Aber in knapp drei Wochen sieht man sich ohnehin wieder.