Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Erster Weltranglistenpunkt. TENNIS / Karoline Kurz rutschte als Lucky Loser in den Hauptbewerb des Future-Turniers in Innsbruck und überraschte.

VON DIDI HEGER

Eigentlich war das Future-Turnier in Innsbruck für die Oberpullendorferin Karoline Kurz nach der dritten und letzten Qualirunde, in der sie der Kasachin Zalina Khairudinova klar mit 1:6 und 3:6 unterlag, beendet. Dementsprechend intensiv fiel auch die zweistündige Trainingseinheit, die das Talent am nächsten Vormittag mit Daviscup-Kapitän Gilbert Schaller absolvierte, aus. Zu dieser Zeit ahnte noch niemand, dass Kurz, bedingt durch die Aufgabe der Tirolerin Iris Kanna, in den Hauptbewerb rutschen würde. Diese musste nämlich knapp eine Stunde vor dem Spiel ihre Meldung aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Die Oberpullendorferin stand als Beste der Lucky Loser-Liste plötzlich im Hauptbewerb.

Kurz kämpfte ihre Gegnerin  in über drei Stunden nieder

Dass in diesem Hauptbewerb keine leichte Gegnerin warten würde, war klar. Die Rechtshänderin musste gleich gegen die Nummer vier des Turniers, die Tschechin Katerina Kramperova, antreten. Die Nummer 541 der WTA-Weltrangliste holte sich Satz eins mit 6:3. Der umkämpfte zweite Satz ging mit 7:6 an die Mittelburgenländerin, die im Entscheidungssatz groß aufspielte und die Tschechin mit 6:3 besiegte.

Gilbert Schaller, der Kurz bei diesem Spiel betreute, kennt die Gründe für die Leistungssteigerung: „In der Quali fand Karoline ihrer Matchrhythmus nicht. Nach zwei guten Trainingseinheiten, in denen sie sehr aggressiv war, setzte sie im Spiel vieles um. Sie hat gezeigt, was sie kann, wenn sie sich traut aggressiv zu spielen.“ Nach diesem Kraftakt waren am nächsten Tag die Batterien leer. Kurz verlor ihr Zweitrundenspiel glatt in zwei Sätzen. Trotzdem darf sich das Tennissternchen über ihrer ersten Weltranglistenpunkt freuen. Es soll nicht der letzte bleiben.

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