Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

„Es war unbeschreiblich“. DARTSPORT / Mensur Suljovic, Österreichs Dart-Held bei der WM, stand zu seinem Lieblingssport Rede und Antwort.

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VON JOCHEN SCHÜTZ

BVZ: Wie entdeckt man die Liebe zum Dartsport?

Mensur Suljovic: Ich kam 1993 nach Österreich, da wurde der Dartsport hier erst sehr populär. Mein Bruder nahm mich mal mit ins Caféhaus zum Spielen und ich traf dabei relativ viel – sagte er. Dann machte ich es zu meinem Hobby.

BVZ: Wie war es in England vor so einem Publikum zu spielen?

Suljovic: Das Publikum war anfangs nicht fair, aber als sie gemerkt haben, dass ich gut spiele, haben sie mich so angefeuert wie alle anderen Spieler. Ich muss schon sagen, es war sehr stressig und sehr emotional. Das war ein einmaliges Erlebnis, das ich unbedingt wieder erleben möchte.

BVZ: Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf den WM-Zweitrundensieg gegen die Nummer zwei der Welt – James Wade – zurück?

Suljovic: Ich habe mir eine Chance von 10 bis 20 Prozent ausgerechnet. Mein Vorteil war, dass ich nichts zu verlieren hatte. Nach dem letzten Dart war das Gefühl, das ich hatte, unbeschreiblich. Nach diesem Spiel war ich körperlich total am Ende. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil ich das alles nicht verarbeiten konnte. Mein Handy hörte vor lauter Gratulationen gar nicht mehr auf zu läuten. Es war schon ein schönes Erlebnis.

BVZ: Hat sich Ihr Leben durch diesen Erfolg geändert?

Suljovic: Nein, überhaupt nicht. Ich bin trotzdem derselbe Mensch und bleibe am Boden, das können meine Freunde bestätigen.

BVZ: Was sind Ihre nächsten Ziele nach diesem Erfolg?

Suljovic: Ich möchte unbedingt unter die Top 32 im Steel Dart kommen. Momentan bin ich unter den Top 50. Aber trotzdem möchte ich im E-Dart ein Top-Spieler bleiben. Ich habe hier meine Wurzeln und deshalb werde ich auch weiterhin E-Dart spielen.