Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

Ex-Kicker pfiff. Fußball / Helle Aufregung herrschte nach dem Spiel Nikitsch gegen Lutzmannsburg aufgrund einer merkwürdigen Referee-Besetzung.

Von Dieter Dank

Hitzige Debatten rund um die 2.-Klasse-Mitte-Begegnung Nikitsch gegen Lutzmannsburg (2:4) gab es noch Tage später auf diversen Fußballplätzen, in den Gasthäusern und auf einer Internetplattform. Mit dem ungarischen Staatsbürger Zoltan Nemeth pfiff ein Ex-Thermenkicker das Aufeinandertreffen. Nikitsch-Sektionsleiter Christian Balogh zu dieser Causa: „So etwas darf es nicht geben. Der Elfmeter und die rote Karte waren nicht berechtigt. Unser Tormann war schon wieder beim Abschlag, als der Referee auf Interventionen der Lutzmannsburger-Spieler diese Entschlüsse fasste.“ Der Leiter der Schiedsrichterbesetzung Stefan Belakovich klärt auf: „Die Referees sind noch vor der Prüfung angehalten, die Vereine mit Befangenheit an uns zu übermitteln. Die Schuld trägt in diesem Falle allein Nemeth selbst. Ich verstehe auch die Beschwerde des SC Nikitsch voll und ganz.“ Auf der Gegenseite teilt Lutzmannsburg-Obmann Klaus Stipsits mit: „Ich erfuhr einen Tag vor dem Spiel, dass uns unser Ex-Spieler Zoltan Nemeth pfeift.“

Nemeth ist noch beim SVL gemeldet 

 

„Da wir uns damals im Winter nicht freundschaftlich voneinander trennten, befürchteten wir einen Nachteil gegen uns.“ Kurios ist auch die Tatsache, dass Nemeth noch beim BFV als Spieler des SV Lutzmannsburg gemeldet ist. SVL-Spielercoach Manuel Imre wunderte sich schon unter der Woche auf der BFV-Homepage über Nemeths Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: „Ich dachte aber, dass die Zuteilung noch geändert wird. Leider rückt unsere geschlossen starke Leistung völlig in den Hintergrund.“ Gegenüber der BVZ erklärte Nemeth: „Ich sah überhaupt keine Gründe, dieses Aufeinandertreffen nicht zu leiten. Ich teilte dem BFV mit, dass ich in der Vergangenheit bei Lutzmannsburg unter Vertrag gestanden bin. Der Platzverweis und der verhängte Strafstoß waren regelkonform und vertretbar.“ Eines steht fest, die Punkte bleiben im Thermenland. Doch mit solchen Vorkommnissen präsentieren sich der BFV und die Schiedsrichter in keinem guten Licht.