Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Faszination Spielleiter. Fussball / Der Deutschkreutzer Stefan Jerson ist der jüngste Referee des gesamten Burgenlandes. Der 15-Jährige verfolgt dabei hohe Ziele.

Von Didi Heger

Während seine Alterskollegen dem Ball in diversen U16-Spielen nachjagen, leitet Stefan Jerson Woche für Woche ein Spiel der U14-Meisterschaft. Der Deutschkreutzer legte nämlich im August 2012 gemeinsam mit Rene Strobl die Schiedsrichterprüfung mit Bravour ab und geht seither seinem Hobby nach.

Schiedsrichter zu sein  war immer der Traum

Noch vor drei Jahren jagte auch Jerson dem runden Leder als Spieler nach. Nach der U12 war allerdings Schluss. „Ich hatte schon früh das Ziel Schiedsrichter zu werden. Das faszinierte mich einfach schon als kleiner Bub“, berichtet Jerson. Während andere Jungs es kaum erwarten können, endlich 17 zu werden, um den Führerschein zu erwerben, fieberte der Deutschkreutzer seinem 15. Geburtstag entgegen. Denn davor darf man die Schiedsrichterprüfung nicht ablegen. Günstig daher, dass Jerson im Juli seinen Geburtstag feierte und der Kurs für den August angesetzt war.

Nun hat der jüngste Unparteiische des Landes auch schon seine ersten Einsätze hinter sich. Fünfmal hieß der Spielleiter in der U14-Meisterschaft: Stefan Jerson. Dreimal wurde Jerson dabei von einem „gestandenen“ Schiedsrichter begleitet. „Das Feedback nach dem Spiel fiel immer positiv aus und auch die schriftlichen Berichte waren gut“, erzählt Jerson. Zweimal durfte der Jungschiri schon ganz alleine ans Werk.

Das hochgesteckte  Ziel lautet Bundesliga

Das Ziel des 15-Jährigen ist auch schon klar definiert. „Wenn man so früh wie ich beginnt, ist alles möglich. Warum nicht die Bundesliga?“, gibt sich Jerson selbstbewusst. Dorthin ist es allerdings ein weiter Weg. Pro Jahr kann man im Schiedsrichterwesen eine Klasse erklimmen. Das würde für Jerson bei entsprechender Leistung mit 19 Jahren die Burgenlandliga bedeuten. Danach wäre noch genug Zeit für einen Aufstieg aus dem Landesverband heraus.