Erstellt am 21. Januar 2014, 23:59

von Otto Gansrigler

„Hoffnung ist groß“. Olympia-Traum / Tauscht Frankreich den Quotenplatz mit Österreich, ist Miriam Ziegler fix in Sotschi dabei. Die BVZ fragte nach.

Große Ziele. Das österreichische Duo Miriam Ziegler und Severin Kiefer will gemeinsam hoch hinaus. 2018 will das Paar bei Olympia aufzeigen. Foto: Gepa  |  NOEN, GEPA pictures/ Hans Oberlaender
Von Otto Gansrigler

EISKUNSTLAUF / Die 19-jährige Stoober Eiskunstläuferin Miriam Ziegler und ihr Partner Severin Kiefer aus Kuchl sind seit 2013 gemeinsam aktiv, holten bereits den Staatsmeistertitel und schafften das Olympia-Limit. Noch ist aber nicht sicher, ob sie im Februar in Sotschi antreten dürfen.

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Nach wie vor hängt alles von einer möglichen Einbürgerung der Russin Daria Popova in Frankreich ab, denn dann würde sie mit Bruno Massot den Quotenplatz bekommen und für Frankreich starten dürfen. Weil die Vollzugsmeldung weiter fehlt, hofft das Duo Ziegler/Kiefer nach wie vor.

BVZ: Wie groß ist für euch die Hoffnung, an den Olympischen Spielen in Sotschi teilzunehmen?
Miriam Ziegler: Mittlerweile recht groß, da wir fast täglich Neuigkeiten haben, die unsere Situation verbessern.
Severin Kiefer: Genau, wir werden wohl diese Woche noch erfahren, wie die endgültige Entscheidung ist, aber wir haben da ein gutes Gefühl.

Derzeit spießt es sich noch an der möglichen Einbürgerung der Russin Daria Popova in Frankreich. Wie ist der Letztstand?
Ziegler: Wir wissen, dass Popova bis heute keinen Pass hat und die Frist am 17. Januar verstrichen ist. Allerdings haben wir kein grünes Licht, bis die Quotenplätze zwischen Frankreich und Österreich getauscht wurden, was noch bis 27. Januar geschehen muss.

Sollte es trotz der erfüllten Norm nicht klappen: Wird es das Eislaufpaar Ziegler/Kiefer unabhängig einer Olympia-Teilnahme auch über 2014 hinaus geben?
Ziegler: Natürlich, wir haben uns das alles nicht erarbeitet, um nur ein Jahr gemeinsam zu laufen. Wir haben viel Potenzial und wollen bei Olympia 2018 in jedem Fall voll dabei sein.

Am Wochenende habt ihr euer Programm bei den Europameisterschaften in Budapest absolviert. Seid ihr mit eurer gezeigten Leistung und dem zwölften Platz zufrieden?
Kiefer: Mit der Platzierung auf jeden Fall. Der Sprung in die Top-Zwölf von Europa ist ein großer Schritt für uns. Die Leistung – vor allem im Kurzprogramm – hat noch Verbesserungspotenzial, aber die Kür war trotz eines gröberen Fehlers die beste unserer bisherigen Saison.

Zurück zu Miriam Zieglers Comeback. Was hat dich bewogen, die Schlittschuhe erneut zu schnüren – und: War es eine große Umstellung vom Einzel auf das Paarlaufen?
Ziegler: Ich habe in dem Jahr, in dem ich nicht gelaufen bin, das Eis nie wirklich verlassen. Ich war als Trainerin tätig und habe bei Wettkämpfen mitgearbeitet. Bei den Staatsmeisterschaften 2012 wurde mir klar, dass ich wieder dabei sein wollte und begann zu trainieren. Da kam Severins Anfrage genau richtig. Paarlaufen ist mit dem Einzellaufen nur schwer vergleichbar.

Seit September 2013 seid ihr gemeinsam am Start. Im Dezember hattet ihr bereits die Olympia-Norm in der Tasche und habt euch mit Bravour den Staatsmeistertitel geholt. Was ist in den nächsten Jahren möglich?
Ziegler: Wir können den Fans mitteilen, dass sie von uns noch einiges hören und sehen werden. Wir haben viel vor, wollen nächstes Jahr bei der EM unter die Top Ten kommen und somit einen zweiten Startplatz für Österreich holen – also wäre es an der Zeit, dass wir ein Nachwuchspaar aufbauen. Die kommenden Jahre wollen wir uns dann immer weiter nach oben arbeiten, bis wir bei den Olympischen Spielen 2018 dann ganz vorne mitmischen können.