Erstellt am 10. September 2014, 10:36

von Otto Gansrigler

"Taki" war Held beim Kult-Duell. Manuel Takacs war der Matchwinner des ASK Horitschon beim 2:1 gegen Deutschkreutz im Blaufränkisch-Derby.

Eingehakt. Deutschkreutz-Verteidiger Filip Alilovic (l.) verteidigte mit vollem Einsatz gegen den eingewechselten Endrit Mucolli (M.). Mario Reumann (r.) beobachtet das Geschehen.  |  NOEN, Otto GANSRIGLER

HORITSCHON - DEUTSCHKREUTZ 2:1. 1.150 Zuschauer waren nach Horitschon gepilgert, um den 22 Akteuren beim ersten Blaufränkisch-Derby seit sieben Jahren auf die Beine zu schauen. Obwohl es zu Tagesbeginn regnete, meinte es das Wetter zum Start des Kult-Derbys sehr gut mit allen Beteiligten.

Deutschkreutz-Stürmer David Palko hatte nach drei Minuten die Führung am Fuß, setzte den Ball aber aus sechs Metern neben das Tor. Die Gastgeber erwischten den effizienteren Start: Schon nach fünf Spielminuten durften die Heimischen über den Führungstreffer von Manuel Takacs jubeln.

Der Innenverteidiger war, wie immer bei Horitschoner Standardsituationen, im Strafraum des Gegners zu finden. Deutschkreutz-Keeper Tamas Giak hatte keine Chance, denn Takacs veränderte die Richtung eines Frech-Kopfballs im letzten Moment mit der Fußspitze und drehte jubelnd ab.

Deutschkreutz fehlte "am Beginn das Derbyfeuer"

In weiterer Folge drückten die Horitschoner Spielabschnitt eins den Stempel auf. Ein Lattenkopfball von Takacs, eine Vishaj-Chance und ein Halder-Schuss brachten aber nichts Zählbares ein. „Wir haben es verabsäumt, den Sack schon im ersten Abschnitt zuzumachen. Nur ein schneller zweiter Treffer hätte den Gegner gebrochen. So blieb Deutschkreutz gefährlich“, fasste Horitschon-Coach Franz Ponweiser zusammen.

Für Deutschkreutz-Trainer Alfred Wagentristl stellte sich die erste Hälfte folgendermaßen dar: „Meinen Burschen hat am Beginn leider das Derbyfeuer gefehlt. Das war bei den Gastgebern mehr vorhanden. Bitter ist, dass wir beide Gegentore aus Standardsituationen kassiert haben.“

Auch der zweite Treffer der Horitschoner fiel nach einem ruhenden Ball. Deutschkreutz-Torhüter Tamas Giak ging nicht energisch genug aus seinem Gehäuse und Manuel Takacs versenkte das Leder via Latte. „Ein Phantomtor. Der Ball war nicht vollständig hinter der Linie“, ist der Deutschkreutzer Obmann Christian Reumann immer noch überzeugt. Schiedsrichter Zoran Boskovski zeigte aber auf den Mittelkreis und erkannte den Treffer an.

Die Gäste steckten nicht auf. Mit den Einwechslungen von Tobi Szaffich und Manu Steinwendter kam neuer Schwung. Steinwendter besorgte, nach David Schlögl-Vorlage, auch den Anschlusstreffer. Die letzten Minuten boten dann Spannung pur: Chancen auf beiden Seiten und die Fans kamen auf ihre Kosten. Es blieb beim 2:1 für Horitschon. Das macht schon jetzt Lust auf das Rückspiel am 10. April 2015.


Vorschau:

Die Deutschkreutzer empfangen am Freitag Forchtenstein. „Subicz kehrt zurück. Der Gegner ist auf Augenhöhe und wir wollen punkten“, so Wagentristl.

Horitschon will sich mit einem Auswärtssieg in Jennersdorf in der Spitze festsetzen. Der Ponweiser-Elf fehlt Joel Putz.