Erstellt am 09. September 2015, 09:05

"Ich habe sehr viel Herzblut investiert". Ludwig Kocsis stellte sich aus Mangel an Alternativen erneut – und verhinderte so das Aus des Verbands.

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Am 13. Juni fand die Präsidentenwahl des ÖSKB (Österreichischen Sportkegel- und Bowlingverbands) statt. Diverse Funktionäre stellten sich und attackierten Verbands-Boss Kocsis verbal – aufgrund von Auffassungsunterschieden in grundlegenden strukturellen Fragen. Der Lackenbacher zog darauf seinen Wahlvorschlag zurück. Jedoch hatten seine Kontrahenten keinen „Plan B“ in der Schublade, worauf die Entscheidung an der Verbandsspitze vertagt wurde.

Verbands-Aus drohte im Vorfeld

Am Samstag fand nun die außerordentliche Sitzung statt. Weil es im Vorfeld keinen Wahlvorschlag gab, drohte dem Verband das Aus. Nach diversen Gesprächen entschied sich Kocsis mit seinem Team, wieder zu kandidieren, anstatt den Verband sprichwörtlich den Bach runtergehen zu lassen. Neun Funktionäre stimmten trotzdem wieder gegen den Wahlvorschlag, was an der Wiederbestellung von Ludwig Kocsis nichts änderte. Der neue, alte Präsident stellte klar: „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Ich habe in den letzten Jahren sehr viel Herzblut in den Kegelsport investiert. Nun heißt es für uns, die Scherben zu beseitigen, die manche Funktionäre hinterlassen haben.“