Erstellt am 13. Februar 2013, 00:00

In die Elite vorgedrungen. Endlich qualifiziert / Der Oberpullendorfer Michael Rasztovits schaffte in Hamburg die Qualifikation für das erste Turnier der European Tour.

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Von Didi Heger

DART / Michael Rasztovits reist Anfang März an der Seite von Mensur „The Gentle“ Suljovic ins englische Minehead zum ersten Turnier der European Tour. Dieses Event zählt zu einer sechsteiligen Turnierserie, quasi die Champions League unter den Dartspielern. Denn bei diesen Turnieren treten die besten 32 Spieler der Welt(Geld)rangliste an. Weitere 32 können sich über Qualifikationsturniere – wie eben jenes in Hamburg – in den Turnierraster spielen.

Rasztovits gelang dieses Kunststück in Norddeutschland. 53 Akteure schickten sich an, um die begehrten Plätze zu ergattern, acht von ihnen durften sich letztendlich über das Ticket freuen.

Schon in Runde eins gegen Ante Vranjeka musste Rasztovits beim 6:4 all sein Können aufbieten. Einen weiteren 6:3-Erfolg gegen Jann Hoffmann später stand der Oberpullendorfer mit einem Bein vor seinem großen Ziel.

„Bestes Spiel, das ich  jemals geworfen habe“

Der Start ins Entscheidungsspiel gegen Leon de Geus klappte perfekt. Rasztovits führte bereits mit 5:1, ehe der Niederländer „unglaublich“ spielte, sogar auf 5:5 stellte. „Ich habe leider in dieser Phase zwei Matchdarts vergeben“, berichtet Rasztovits. Der Holländer vergab seinerseits in der Endphase des Spiels drei Matchdarts, der Oberpullendorfer konterte und fuhr hauchdünn den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere ein. „Es war das beste Spiel, das ich bisher geworfen habe. Ich freue mich jetzt über die Aufgabe in England“, sagt Rasztovits. Diese wird allerdings enorm schwer.

Als Qualifikant wartet in Runde eins ein gesetzter Spieler, sprich ein Akteur, der unter den ersten 32 der Rangliste gereiht ist. Wunschgegner gibt es für Rasztovits keinen: „Phil Taylor muss es bei meinem ersten Bühnenspiel vor 2000 bis 3000 Leuten allerdings nicht sein.“

Bis es ab 8. März gegen die Besten der Besten geht, wird im eigens eingerichteten Trainingsraum daheim zwei bis drei Stunden täglich trainiert. Außerdem stehen auch einige Einheiten mit Freund Mensur Suljovic auf dem Programm – damit der ersten Sternstunde noch viele weitere folgen.

Top: Michael Rasztovits gelang die Qualifikation für das erste Turnier der European Tour.