Erstellt am 30. September 2015, 10:33

von Dietmar Heger

Jenny Pöltl: „EM in Reichweite“. Die Steinbergerin Jenny Pöltl spricht über die Erfolge mit ihrem Klub Spratzern und die Quali-Chancen mit dem Nationalteam.

 |  NOEN, zVg
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BVZ: Der Start in die EM-Qualifikation der Frauen war mit zwei Siegen sehr gut. Wie schätzt du die Chancen auf den Sprung ins EM-Turnier 2017 in den Niederlanden ein?
Jenny Pöltl: Sehr gut. Durch unsere guten Leistungen in den letzten Qualifikationen wurden wir aus Topf zwei gezogen und haben mit Norwegen nur eine Topmannschaft in unserer Gruppe. Zudem wurde die Frauen-Europameisterschaft wie bei den Männern aufgestockt, neben den Gruppensiegern qualifizieren sich auch die sieben besten Zweiten.

Die letzten beiden Großereignisse verpasste das Frauen-Nationalteam trotz guter Leistungen knapp. Warum passiert das diesmal nicht?
Weil wir einfach die stärkste Truppe beisammen haben, seit ich im Kader stehe, und weil wir aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben.

Die Herren schafften den Sprung nach Frankreich mit dem Gruppensieg. Spornt euch das an?
Wir freuen uns mit ihnen, verfolgen aber unsere eigenen Ziele. Natürlich wollen auch wir die Gruppe gewinnen. Mit Norwegen haben wir kein schlechtes Los aus Topf eins gezogen. Die sind zwar – wie alle Skandinavierinnen – sehr stark, aber wir können sicher mit ihnen mithalten und sie vielleicht sogar schlagen.

„Nach dem Kasachstan-Spiel
gab es auch Lob vom Trainer“

Zuletzt gab es für dich nur zwei Kurzeinsätze im Team. Wird sich das in Zukunft wieder ändern?
Das kann nur der Trainer beantworten. Ich denke schon, dass ich in die Stamm-Elf gehöre. Nach dem Kasachstan-Spiel gab es auch Lob vom Trainer (Anm.: Dominik Thalhammer). Ich habe beim Team auch gut trainiert und werde das auch in Zukunft machen.

Das nächste Highlight in deiner Karriere steht auch schon vor der Tür. Am 7. Oktober geht es mit Spratzern in der Frauen-Champions League gegen Verona. Bist du schon aufgeregt?
Aufgeregt nicht, aber ich freue ich mich schon auf dieses Spiel. Mit Verona haben wir einen Gegner zugelost bekommen, den wir schlagen können. Wir waren unter den 16 ungesetzten Teams und hätten auch Lyon, Wolfsburg oder andere Kaliber bekommen können.

Hegst du noch den Traum von einem Engagement im Ausland?
Derzeit nicht. Ich bin mit Spratzern und dem Sport-Studium voll ausgelastet. Wir spielen Champions League. Es passt momentan alles, so wie es ist.