Erstellt am 18. Mai 2016, 04:54

von Dietmar Heger

Keine Tagesordnung bei Deutschkreutz. Entsetzen beim FC Deutschkreutz! Eigentlich hätte die Auswärtsfahrt zum SC Pinkafeld ein wenig Luft im engen Abstiegskampf der BVZ Burgenlandliga bringen sollen. Doch stattdessen regiert seit Samstag der Frust. Die Elf von Thomas Pratl führte den 14. der Tabelle beim 6:0 über weite Strecken vor.

Optimistisch. FDC-Coach Roman Fennes traut seiner Elf noch immer den Klassenerhalt zu.  |  NOEN, zVg

Eigentlich hätte die Auswärtsfahrt zum SC Pinkafeld ein wenig Luft im engen Abstiegskampf der BVZ Burgenlandliga bringen sollen. Doch stattdessen regiert seit Samstag der Frust. Die Elf von Thomas Pratl führte den 14. der Tabelle beim 6:0 über weite Strecken vor. „Mit solchen Leistungen werden wir die Liga nicht halten“, wusste Trainer Roman Fennes zwei Tage nach dem Spiel.

Vor allem die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam, lässt nichts Gutes erahnen. Wie schon beim 2:3 gegen Neuberg liefen die „Kreutzer“ ihrem Gegner blindlinks ins offene Messer. „Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten tief stehen und aggressiv sein. In Wahrheit sind wir hoch gestanden und waren nicht aggressiv“, erklärte Fennes.

Geschlagen gibt sich der Feldherr allerdings noch nicht, auch wenn die Aufgabe immer schwerer wird. Denn nun warten mit Eltendorf, Eberau und Parndorf II drei dicke Brocken, ehe es in den letzten beiden Runden gegen Jennersdorf und Wallern wieder gegen direkte Konkurrenten geht.

Drei Siege sind zum Klassenerhalt nötig

Für Fennes ist die Rechnung jedenfalls simpel: „Wir müssen schleunigst punkten, brauchen noch drei Siege.“ Nicht einfach, wenn man bedenkt, dass im gesamten Frühjahr in elf Spielen auch nur drei Erfolge gelangen.

An den Abstiegsspekulationen anderer Vereine (etwa den geplanten Rückzug von Sollenau aus der Ostliga), durch die man wie im Vorjahr am grünen Tisch noch in der Liga bleiben könnte, will sich Fennes nicht beteiligen. „Ich lese das und vergesse es gleich wieder. Ich gehe von vier Absteigern aus, daher müssen wir Fünftletzter werden“, so der Coach. Um dieses Ziel zu erreichen, wartet in dieser Woche viel Arbeit auf das Trainerteam.

„Zur Tagesordnung können wir nicht einfach übergehen. Draufhauen bringt aber auch nichts“, so Fennes. „Wir müssen unsere Tugenden auf den Platz bringen, dann können wir es immer noch aus eigener Kraft schaffen“, gibt sich der Coach weiterhin optimistisch.