Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Lizenz war das Problem. FUSSBALL / Damir Canadi verlässt den 1. Simmeringer SC. Maurizio Zoccola wird aber nicht der neue starke Mann der Elf.

VON OTTO GANSRIGLER

Seit vergangenem Wochenende ist es Gewissheit. Der ehemalige Deutschkreutzer Ostliga-Spieler Damir Canadi verlässt den 1. Simmeringer SC als Trainer. Am vergangenen Montag absolvierte er noch das Nachtragsspiel der Wiener gegen die Mattersburg Amateure. Bereits diese Woche übernimmt er den FC Lustenau in der Ersten Liga – Canadi soll für die Vorarlberger die Kohlen aus dem Feuer holen. Was passiert nun aber mit seinem Simmeringer Co-Trainer Maurizio Zoccola? Der ehemalige Markt St. Martin-Betreuer war bei den Wienern das wichtigste Bindeglied zwischen den Spielern und dem Trainer. „Damir hatte mich gleich nach seiner Unterschrift in Lustenau über sein neues Engagement informiert. Er wollte mich nach Vorarlberg mitnehmen. Das scheiterte aber aus zwei Gründen. Einerseits war es für den FC Lustenau zu kurzfristig und andererseits scheiterte es an meiner beruflichen Bindung“, erklärte Zoccola.

Zoccola auch nicht  Simmering-Coach

Die zweite Option war der Cheftrainerposten in Simmering. Zoccola würde sich die Position zwar zutrauen, aber aus beruflichen Gründen war er noch nicht in der Lage, die nötige Lizenz zu absolvieren. Der Burgenländer verfügt nur über die Landesverbandslizenz und für die Regionalliga wäre die UEFA-A-Lizenz von Nöten gewesen. Zoccola verhandelte am Montag mit den Wienern. Ein anderer Posten soll gefunden werden. „Die Lizenz war ein Grund. Der Zweite war meine Nähe zur Mannschaft. Als Vertrauensperson der Spieler hatte ich ein zu freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Das hätte nicht geklappt“, so Zoccola. Im Winter könnte er sich eine Anstellung bei einem neuen Verein vorstellen. Auch der Wechsel zu Canadi nach Lustenau wäre denkbar, für den er weiterhin als Analyst tätig sein wird.

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