Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

Neue Ziele vor Augen. Frauenfußball / Die Steinbergerin Jenny Pöltl war bei den Play-Off-Spielen gegen Russland für die Damen-EM in Schweden dabei.

Von Didi Heger

Das österreichische Damennationalteam schrieb Geschichte – und eine Steinbergerin war dabei. Jenny Pöltl ist Teil dieser Erfolg versprechenden Generation an Fußballerinnen. Zwar wurde das große Ziel, die Qualifikation für die Europameisterschaft 2013 in Schweden, verpasst, aber die beiden Auftritte machen durchaus Appetit auf Damenfußball.

Am Freitag kehrte die linke Mittelfeldspielerin mit ihren Teamkolleginnen aus Russland zurück. Die Enttäuschung des Ausscheidens (nach einer 0:2-Heimniederlage endete das Rückspiel 1:1) wurde auf dem Heimflug verdaut, neue Ziele sind schon definiert. „Wir wollen uns jetzt unbedingt für das nächste Großereignis qualifizieren. Wir haben gesehen, dass wir schon mit den guten Mannschaften in Europa mithalten können“, erzählt Pöltl, die eingesteht, dass die Enttäuschung im ersten Moment schon riesig war. „Vor allem, weil wir in beiden Spielen besser waren.“

Stammleiberl soll im  Frühjahr geholt werden

Auch persönlich hätte sich die flinke Steinbergerin mehr vom Play-Off-Abenteuer gegen Russland erwartet. In beiden Spielen blieb ihr nur die Bank. Dabei wäre um ein Haar alles anders gekommen. Vor dem Dänemark-Spiel rechnete Pöltl eigentlich mit einem Einsatz von Beginn an. Coach Dominik Thalhammer entschied sich kurzfristig anders und vertraute auch gegen Russland auf jene Elf, die das Wunder gegen Dänemark vollbrachte. „Schade. Ich habe gut trainiert, bekam auch ein gutes Feedback vom Trainer und wurde dennoch nicht eingesetzt“, meint Pöltl doch ein wenig enttäuscht.

Um gleich wieder zu relativieren: „Ich bin die Zweitjüngste im Team und weiß vom Trainer, dass ich ganz nah an der Mannschaft dran bin. Ich werde mich in den Freundschaftsspielen im Frühjahr aufdrängen, damit ich in der nächsten Quali ein Fixleiberl habe.“ Die Ziele sind also klar abgesteckt – sowohl für das Team, als auch für Jenny Pöltl persönlich.