Erstellt am 14. September 2011, 00:00

Ominöse Dinge passiert. FUSSBALL / Schiedsrichter Albert Wandl sah nach dem Spiel in Oberpullendorf Dinge, die laut SCO aber nicht passiert sind.

VON OTTO GANSRIGLER

Das BVZ Burgenlandliga-Spiel des SC Oberpullendorf gegen Klingenbach musste ab der vierten Spielminute mit einem Mann weniger auskommen. Legionär Pavol Kovac kassierte zwei gelbe Karten in Folge. „Er muss in dieser Situation einfach Ruhe bewahren. Aber der ersten Karte ging kein Foulspiel zuvor“, so SCO-Coach Didi Heger.

Als kurz vor Schluss auch noch Abwehrchef Michael Stifter, der zu diesem Zeitpunkt die Kapitänsschleife trug, innerhalb von Sekunden die Ampelkarte kassierte, waren die Oberpullendorfer wie vor den Kopf gestoßen. „Ebenfalls unnötig. Aber die Kritik aufgrund eines Handspiels war berechtigt“, so Heger. Die Ergebnisse nach dem Spiel stießen den Hausherren aber sauer auf. „Der Referee hat Dinge gehört und gesehen, die nicht stattgefunden haben“, erklärte der Oberpullendorf-Betreuer.

Estl und Ordnerdienst  wurden angezeigt

Nach dem Abgang meinte Maxi Estl in der SCO-Kabine zu seinen Teamkollegen, dass er sich beschissen fühlt. Das kann man eigentlich zweideutig verstehen. „Schiedsrichter Wandl hörte das auf dem Weg zu seiner Kabine und fühlte sich angesprochen. Er stürmte in unsere Umkleide und sagte, dass er Estl anzeigen wird“, so Heger völlig perplex. Der Unparteiische aus Wien meinte dazu: „Ich darf aufgrund des laufenden Verfahrens keine genaue Auskunft geben, aber der Spieler Estl hat mich direkt beleidigt.“

Etwa eine Stunde nach dem Match verließ das Schiritrio das Fenyös-Stadion begleitet von zwei Ordnern. „Wir wurden beleidigt und angepöbelt. Der Ordnerdienst hat versagt, denn wir mussten uns allein zu unserem Auto durchschlagen“, so Wandl. Zur Anzeige brachte er auch einen Raufhandel, den sonst aber keiner sah. Am Feld hat der Schiri das Sagen.

Aber ab wann hat ein Spieler das Recht seinen Unmut nach dem Spiel zu äußern?

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