Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Quer durch ganz Rumänien. MOTORSPORT / Der Lackenbacher Dieter Suttnig präsentierte in der Heimatgemeinde sein Motorsport-Highlight 2010: die Teilnahme an der Superkarpata in Rumänien.

Schwere Bedingungen. Straßengräben wie dieser sind eine von vielen Herausforderungen, die es für Dieter Suttnig und Co. zu bewältigen gab.  |  NOEN
x  |  NOEN

VON JOCHEN SCHÜTZ

Jeder Mensch hat seine Hobbys. Einer geht Fischen, ein anderer Jagen, ein anderer auf den Fußballplatz. Dieter Suttnig, Christian Sturm, Kurt Silberbauer und Robert Reifschneider haben das Hobby Rallyefahren. Jetzt haben die vier ihr Motorsport-Abenteuer aus dem Jahr 2010 präsentiert.

Ein Team bestand aus zwei Fahrzeugen, die jeweils mit zwei Mann ausgerüstet waren. Die Superkarpata führte durch ein 7000 Quadratkilometer großes, naturbelassenes Gelände. Dieter Suttnig: „In Rumänien gibt es keine asphaltierten Straßen. Ein Feldweg, wie man es bei uns gewohnt ist, ist dort eine Luxusstraße“. Jedes Team war mit einem GPS-Sender ausgestattet und konnte sich in dem Korridor frei bewegen. Falls dieser verlassen wurde, bekam das jeweilige Team Strafkilometer. Ziel war es, innerhalb der vorgeschriebenen Zeit das Ziel zu erreichen.

x  |  NOEN
„Das ist ein einmaliges  Erlebnis für unser Team“

Täglich durfte von 7 bis 19 Uhr gefahren werden, danach war Fahrverbot. Diese Zeit verbrachten die Fahrer in der Natur. Sie schliefen in Zelten, grillten im Freien, tranken Wasser aus mitgebrachten Containern. Für die meisten von uns unverständlich, aber für Suttnig ganz normal: „Es ist einfach unbeschreiblich, was ich in dieser Woche erlebte.“

„Die Leute feuern uns an,  wenn wir vorbeifahren“

Jedes Team konnte seine Strecke frei wählen. Natürlich kam es auch vor, dass man Hindernisse wie Bäche, Berge oder Ähnliches überqueren musste. Doch gerade das war die große Herausforderung dieser Veranstaltung. „Ich lief öfters ein paar Kilometer voraus, um zu sehen, ob wir Berge oder Flüsse überqueren können. Nicht, dass wir dann mit dem Fahrzeug nicht mehr weiterkommen,“ berichtete Suttnig. Ein weiteres Highlight waren die zu bewältigenden Sonderprüfungen. Bei erfolgreicher Bewältigung bekam das Team Zeit gutgeschrieben. „Wir mussten eine hintere Achse aus Holz bauen und 200 Meter damit fahren.“

x  |  NOEN
Zum Abschluss wurde ein großes Fest veranstaltet, bei dem die Teams die Rallye Revue passieren lassen. Das Taschenrechner-Team, wie sich die vier Mannen um Suttnig nannten, überstand die Superkarpata zwar unbeschadet, schien in Endwertung aber als Ausfall auf. Auch heuer wollen die vier am Rennen teilnehmen und bestehen – es wartet also eine neue Chance.