Erstellt am 16. September 2015, 09:17

von Michael Heger

Das Spitzenspiel auf der Hohen Warte. Ritzing trifft am Freitag auf den Tabellenzweiten Vienna. Punkte sind für die Elf von Stefan Rapp fast Pflicht.

Zweikampf. David Witteveen (l., hier gegen Oberwarts Lumbardh Salihu) und seine Kollegen wollen bei der Vienna punkten.  |  NOEN, Bruno
Nach drei Siegen in Serie sieht die Welt in Ritzing schon wieder ganz anders aus. Man marschierte auf Tabellenplatz sechs vor, mit nur noch drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Horn. In dieser Tonart könnte es weitergehen, doch am Freitag steht der schwere Gang auf die Hohe Warte zu Titel-Mitfavorit Vienna an.

Die Döblinger haben sich das Ziel Aufstieg fix auf die Fahnen geschrieben und sich im Sommer dementsprechend verstärkt. Osman Bozkurt in der Offensive und Ex-Nationalspieler Markus Katzer sind die herausragenden Persönlichkeiten im Spiel der Truppe von Andreas Lipa. Nach dem überraschenden Remis in Sollenau hat die Vienna nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Mittelburgenländer, will aber sicher im eigenen Stadion den Vorsprung auf den Konkurrenten ausbauen.

Beim SC Ritzing hofft man natürlich auf den Einsatz der beiden Routiniers Matej Miljatovic und Tomas Jun. Kapitän Miljatovic fehlte in den letzten beiden Spielen aufgrund muskulärer Probleme, Jun fehlte beim Heimsieg über Oberwart aus demselben Grund. Beide waren zu Beginn der Woche wieder im Training, arbeiteten aber individuell. Manager Robert Hochstaffl zu den beiden Personalien: „Ich befürchte, dass das Vienna-Spiel für die beiden etwas zu früh kommt.“

Noch nicht alle Spieler auf ihrem Top-Niveau

Eine weitere Hoffnung liegt bei Ritzing darin, dass trotz der drei Siege in Folge noch nicht alle Spieler in Hochform agieren, bei einigen ist sicher noch Luft nach oben. Vielleicht können sie ja in so einem Spitzenspiel alles abrufen. Stark agieren derzeit die jungen Spieler, die trotz Ausfällen von arrivierten Kickern die Lücke schließen können.

Sebastian Punz, der erst vor Kurzem in Ritzing gelandet ist, feierte gegen Oberwart sein Startelf-Debüt mit einer starken Leistung, musste jedoch kurz vor Schluss mit Krämpfen ausgewechselt werden. Auch das zeigt den Einsatz, mit dem derzeit in Ritzing um Punkte gekämpft wird. Manager Robert Hochstaffl: „Auf die Jungs bin ich besonders stolz, sie sind in der Lage, jeden Gegner in der Liga zu schlagen – auch die Vienna.“ Der Kampfansage folgt aber eine kleine Relativierung des Managers: „Vienna hat einen größeren Kader und kann derzeit aus dem Vollen schöpfen, das wird nicht einfach.“

Will man im Herbst noch ganz oben dabei sein, ist ein Punktgewinn in Wien fast Pflicht. Bisher erwies sich die Hohe Warte als uneinnehmbare Festung. Neun Punkte aus drei Heimspielen konnten eingefahren werden. Es ist aus Ritzinger Sicht Zeit, diese Serie zu beenden.