Erstellt am 26. August 2015, 11:37

von Michael Heger

Die Gründe für den Ritzinger Negativlauf. Die Ursachen für den derzeitigen 15. Platz des SC Ritzing in der Ostliga sind vielfältig, aber logisch.

Sinnbild. Martin Steiner (hinten) kam hier gegen Mario Mosböck zu spät, Marko Micanovic verfolgte das Ganze im Sitzen.  |  NOEN

Nur zwei Punkte von zwölf möglichen Punkten nach vier Spielen. Beim SC Ritzing ist langsam aber sicher Feuer am Dach. Dabei ist aber nicht nur die mangelnde Punkteausbeute das Problem, sondern auch oder vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft derzeit auftritt.

„So darf man sich nicht präsentieren“, war Obmann Harald Reiszner direkt nach dem Spiel bei den SKN Juniors in Sankt Pölten erbost und weiter, „wir hatten das gesamte Spiel über keine einzige Torchance zu verzeichnen.“ War in der vergangenen Woche, beim 2:2 zu Hause gegen Parndorf, noch ein Aufwärtstrend in der Mannschaft erkennbar, so ließ man gegen die mit Profis gespickten Amateure des SkyGo-Ligisten jegliche spielerische Linie vermissen und war in der Defensive viel zu anfällig. Unter dem Strich eine mehr als schlechte Leistung, die für die nächsten Runden nicht gerade viel Positives verheißt.

Was sind aber die Gründe für die derzeitge Unserie des Titelkandidaten und Vorjahrsmeisters? „Wir können uns das selbst nur teilweise erklären“, sagt Trainer Stefan Rapp zur derzeitigen Situation. Klar ist, dass die derzeitige Leistung nicht der Qualität des Teams entspricht, die folgenden fünf Punkte könnten daran schuld sein:

  • Verletzungen: Dass Nils Zatl für die gesamte Hinrunde ausfallen würde, war klar. Die Ausfälle von Herbert Rauter, Luka Jakara und Mario Pavec waren aber nicht eingeplant und rissen ein großes Loch in die Kaderdecke der Mittelburgenländer. Einzig Pavec wird wohl im Laufe der Hinrunde zurückkehren.

  • „Rotsucht“: Nicht weniger als fünf Ausschlüsse nach nur vier Runden stehen beim SC Ritzing zu Buche. Besonders die Ausschlüsse wegen Kritik (Sara, Jun), tun sehr weh. Bei den vielen Verletzten sind die Sperren doppelt bitter.

  • Umstellungen: Aufgrund der oben genannten Punkte war das Trainerteam immer wieder zu gravierenden Umstellungen gezwungen.

  • Abgänge: In der Sommerpause verließen einige Mannschaftsstützen wie Miroslav Milosevic und Stefan Rakowitz das Sonnenseestadion. Zwar wurden namhafte Neue geholt, doch das Team scheint noch nicht eingespielt. Zu guter Letzt verabschiedete sich auch noch Dusan Vasiljevic spontan.

  • Lizenzverweigerung: Obwohl man Meister wurde, durfte man nicht in die Relegation um den Aufstieg. Dies ist offenbar nicht nur medial, sondern auch für einige Spieler ein schwerer Rucksack. 
    Das Saisonziel, um den Titel mitzuspielen, ist schon jetzt in großer Gefahr. Es muss wohl ein Umdenken geben und am besten schon am Freitag gegen Schwechat mit dem Siegen begonnen werden.