Erstellt am 24. September 2014, 09:17

von Dietmar Heger

Tabellenführung nur "Momentaufnahme". Beim SC Ritzing ist man bemüht, trotz Platz eins den Ball flach zu halten und man will konsequent weiter arbeiten.

Oben auf. Die Ritzinger Csaba Eröss (l.) und Stefan Rakowitz (r.), hier gegen Neubergs Mustafa Atik, lachen derzeit von der Ostliga-Tabellenspitze und wollen natürlich auch dort bleiben.  |  NOEN, Patrick Bauer

Auf die Frage, wie oft er sich seit dem Abpfiff in Neuberg schon die Tabelle angeschaut habe, antwortete Ritzing-Trainer Stefan Rapp lapidar: „Das interessiert mich nicht“, um dann weiter auszuführen „da rauf zu kommen ist schwierig, aber oben zu bleiben noch schwieriger.“ In dasselbe Horn bläst Manager Robert Hochstaffl: „Das ist doch nur eine Momentaufnahme. Die Saison ist noch lang, das wissen auch die Spieler. Viel wichtiger ist, dass man in der Mannschaft eine stetige Weiterentwicklung sieht.“

Somit hat der SC Ritzing mit einer Woche „Verspätung“, nach dem unglücklichen Remis gegen Parndorf, also doch die Tabellenführung übernehmen können. Dabei profitierte die Rapp-Truppe von der unerwarteten Heimniederlage der Parndorfer gegen Donaufeld-Fach und von der Niederlage des SC Neusiedl/See beim Sportklub. Im Gegensatz zu den vergangenen 18 Monaten bewiesen die Kicker vom Sonnensee Nervenstärke. In besagtem Zeitraum schafften es die Ritzinger des Öfteren nicht, Ausrutscher der Konkurrenten auszunutzen. Wahrscheinlich denkt Manager Robert Hochstaffl auch daran, wenn er sagt: „Wir haben anscheinend im Sommer einiges richtig gemacht. Nicht nur von der sportlichen Qualität der Spieler, sondern auch von der charakterlichen.“

Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen 

Der Auftritt beim Nachzügler in Neuberg gibt dem Manager Recht, auch wenn gerade in Sachen Chancenauswertung noch viel Luft nach oben vorhanden ist. Besonders die Flügelzange Zatl/Rakowitz ist von den meisten Gegnern nur schwer bis gar nicht zu bremsen, auch Miroslav Milosevic im zentralen Mittelfeld ist eine klare Bereicherung für das Ritzing-Spiel – und über Szabolcs Safar im Tor muss man eigentlich gar nicht erst diskutieren. Einen wesentlichen Unterschied zur letzten Saison macht aber ein weniger auffälliger Spieler aus. Der Slowake Jaroslav Kostelny war eigentlich auch für die Ritzing-Verantwortlichen ein unbeschriebenes Blatt. Der kantige Innenverteidiger ergänzt sich aber perfekt mit Abwehrchef Matej Miljatovic. Er bringt, wenn es sein muss, auch die nötige Härte mit, einmal dazwischen zu hauen. „Manchmal sogar noch etwas zu ungestüm“, meint Trainer Stefan Rapp, der aber grundsätzlich mit ihm zufrieden ist.

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