Erstellt am 05. Oktober 2011, 00:00

„Ring frei“ nach Abpfiff. 2. LIGA MITTE / In Lackenbach ging es nach einem heißen Derby noch heißer weiter. Auch Spieler waren verwickelt.

Verletzt. Senad Salihovic wird in nächster Zeit wohl nur die Zuschauerrolle bleiben.  |  NOEN
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VON MICHAEL HEGER

Das Derby Lackenbach gegen Deutschkreutz sorgt auch noch Tage nach dem Spiel für Gesprächsstoff. Weniger die harte Gangart beider Teams während der 90 Minuten, sondern die Geschehnisse nach dem Spiel sorgen für Aufregung.

Salihovic wurde Opfer  der überharten Gangart

„Scheinbar hatten die Lackenbacher Spieler den Auftrag, unsere Schlüsselspieler zu foulen“, erklärt Deutschkreutz-Obmann Hubert Heidelberger. Dies führte dazu, dass bereits gegen Ende der ersten Hälfte von beiden Seiten ordentlich ausgeteilt wurde. Folgerichtig sah Lackenbachs Andreas Weninger zu Beginn von Hälfte zwei nach zwei harten Attacken die gelb-rote Karte. Erwischt hat es Gästespieler Senad Salihovic, der nach einem Neuhauser-Foul mit Verdacht auf mehrere Bänderrisse im Knie vom Spielfeld getragen werden musste.

Dieses Foul veranlasst Heidelberger dazu, Absicht zu unterstellen: „Die Lackenbacher haben bewusst Verletzungen unserer Spieler in Kauf genommen.“ Lackenbachs Spielertrainer Hannes Pleva sah dies etwas anders: „Es war ein sehr schweres Foul von Christian Neuhauser, aber er hat den Gegenspieler nicht absichtlich verletzten wollen. Wenn er für dieses Foul Rot gesehen hätte, dann hätten wir uns auch nicht beschweren können.“ Die mitgereisten Deutschkreutzer Zuseher waren danach sehr erbost und Schiedsrichter Zeiszer schien das Spiel nun komplett zu entgleiten.

Lackenbacher Spieler  ließen sich provozieren

Nach dem Spiel gingen dann die Wogen noch höher. Die Lackenbacher Spieler wurden laut Hannes Pleva beim Abgang wüst beschimpft und sogar angespuckt. Alexander Janitsch revanchierte sich auf seine Art und schüttete einen Kübel Wasser in die Menge. Dies brachte ihm eine Anzeige von Schiedsrichter Zeiszer ein. Heidelberger: „Die Lackenbach-Spieler provozierten unser Publikum.“