Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Ritzing steigt freiwillig ab. KEGELN / Die finanziell notwendigen Aufwendungen in der Superliga sind einfach zu hoch – Neustart in der Bundesliga Süd.

VON DIDI HEGER

Eine enttäuschende Saison der Ritzinger Herrenmannschaft in der Superliga endete auf dem siebenten Platz. Die Ziele waren deutlich höher gesteckt. „Wir wollten unter die ersten drei, mussten unsere Ziele schon einmal nach unten revidieren, wären mit Platz fünf zufrieden gewesen. Mit vier Niederlagen zum Schluss gelang nicht einmal das“, erklärt Ritzings Sportlicher Leiter Oskar Schmidt.

Grund genug für die Verantwortlichen die abgelaufene Saison gründlich unter die Lupe zu nehmen. Die Folge dieser genauen Analyse ist eine schwerwiegende. „Wir verzichten auf unseren Startplatz in der Superliga und wagen einen Neustart in der 2. Bundesliga Süd“, gibt Schmidt die weiteren Pläne des Vereins bekannt.

Die Gründe um diesen massiven Schnitt zu verwirklichen klingen plausibel. „Die finanziellen Aufwendungen in dieser Liga sind einfach zu hoch. Wir wollen finanziell nicht ins Strudeln kommen“, führt Schmidt weiter aus.

Die Legionäre spielten  nicht konstant genug

Aufgrund der schlechten Platzierung konnten die Ritzinger keine Summen aus dem Fördertopf der Superliga lukrieren, welche aber wichtig gewesen wären, um die Kosten der zahlreichen Auswärtsfahrten abdecken zu können. Die schwankenden Leistungen der beiden ungarischen Legionäre György Pinter und Csongor Nemeth trugen ihr Übriges zur Entscheidung bei sich aus der Superliga zurückzuziehen. Nun soll also ein Neustart in der 2. Bundesliga Süd erfolgen. Die Ritzinger Spieler sind allesamt mit von der Partie. Von den beiden Ungarn wird man sich trennen. Der Steirer Peter Friedberger und der Rohrbacher Thomas Bauer sind weiterhin gerne gesehen. „Ein Verbleib hängt von ihnen ab. Wenn sie in der Superliga bleiben möchten, lassen wir sie ziehen“, sagt Schmidt. „Es sollen auch junge Spieler eingebaut werden.“

TOP-THEMA