Erstellt am 14. Mai 2014, 09:51

von Christian Pöltl

Salzer forderte Polizei. 2. Liga Mitte / Referee Christian Salzer schloss beim Spiel gegen Schattendorf drei Lackenbacher aus – auch danach blieb es hitzig.

Aufregung. Lackenbacher Spieler, Zuseher und Trainer wunderten sich selbst Tage nach dem Spiel gegen Schattendorf über die »Art und Weise der Spielleitung«, wie es heißt. Salzer zückte dreimal Rot gegen die Heimmannschaft.  |  NOEN, Otto
Zunächst schickte Referee Christian Salzer Zoltan Sipos – nach einer strittigen ersten Gelben Karte – mit Gelb-Rot vom Feld. Als der „Schiri-Exzentriker“ dann auch noch Johannes Weninger auf der Ersatzbank mit Rot wegen Beleidigung des Linienrichters ausschloss, gingen in Lackenbach endgültig die Wogen hoch. „Linienrichter Rudolf Bedenik hat Ahmet Mehic unnötigerweise provoziert.

Die Karte an Weninger geht okay, die Provokation an Mehic nicht“, erklärte Lackenbachs Trainer Dietmar Lueger, um weiter zu berichten: „Als Weninger, der aufwärmte, sich dann sein Zeug von der Ersatzbank holen wollte und sich Bedenik ihm in den Weg stellte, liefen die Gemüter auf den Rängen endgültig heiß.“

Zu allem Überdruss legte Salzer nach zwei Ausschlüssen noch nach – aus Lackenbacher Sicht eindeutig nicht gerechtfertigt – und verwies Lukas Denk wegen eines „Gelb-Fouls“, wie Schattendorfs Sportlicher Leiter Alex Bernhardt bestätigte, mit Rot des Feldes. „Es waren nicht die Ausschlüsse das Problem, sondern Salzers Art und Weise ein Spiel zu leiten“, zeigte Gegner Bernhardt eine sehr objektive Sichtweise.

Salzer fühlte sich nach Spielende bedroht 

Nach dem Schlusspfiff wurde Salzer von Ordnern in die Kabine begleitet und fühlte sich anschließend „bedroht“, weshalb der Unparteiische gar Polizeischutz anforderte. „Bei solchen Auftritten des Schiedsrichterduos macht es keinen Spaß mehr seine Zeit dafür herzugeben. Sah man Salzer schief an, hatte man Gelb“, echauffierte sich Lueger. Christian Salzer selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.