Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Scheiber will nicht mehr. FUSSBALL / Piringsdorfs Schlüsselspieler Manuel Scheiber steht nach Unstimmigkeiten im Frühjahr nicht mehr zur Verfügung.

VON DIDI HEGER

Der 1.-Klasse-Mitte-Klub verzichtete in der Wintertransferzeit auf Neuzugänge. Im Gegenteil: Mit Semir Tabakovic wurde ein auswärtiger Spieler abgegeben, um den jungen Eigenbauspielern noch mehr Spielzeiten geben zu können. Doch nun, drei Wochen nach der Schließung des Transferfensters der Schock: Manuel Scheiber wird im Frühjahr definitiv nicht mehr für den SC Piringsdorf auf Torejagd gehen. Einerseits aus beruflichen Gründen und andererseits nahm der Offensivgeist dem Verein seinen geplatzten Wechsel nach Unterschützen in die 1. Klasse A Süd noch immer übel. Dorthin wollte Scheiber schon im Sommer wechseln, konnte von den SCP-Verantwortlichen aber zum Bleiben überzeugt werden.

Das Wechselthema wurde  zum zweiten Mal akut

Nach der Herbstrunde wurde das Thema für den Angreifer, der in Graz seinem Beruf nachgeht, wieder aktuell. Neuerlich wollte man in Piringsdorf nicht auf Scheiber verzichten und auch das Angebot der Unterschützener war nicht nach den Vorstellungen der Funktionäre. Der Eigenbauspieler wollte sich jedoch nicht damit abfinden und beendete kurzerhand seine SCP-Karriere. Zum Leidwesen von Sektionsleiter Roman Roznyak: „Mit Manuel fehlt uns eine Schlüsselfigur in der Offensive. Es hilft nichts, wir müssen das Beste daraus machen.“ Der Spieler selbst räumte zwar Unstimmigkeiten ein, wollte zu diesem Thema aber keine Stellungnahme abgeben.

Warum eine Reaktion auf dem Transfersektor aus blieb, begründet Obmann-Stellvertreter Helmut Stelczenmayr folgendermaßen: „Wir hatten nur noch ein paar Tage Zeit und wollten nicht die Katze im Sack verpflichten.“

Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, hofft man auch in Piringsdorf noch auf einen Turnaround in der „Causa Scheiber“. Zumindest privat will man auch in Zukunft freundschaftlich verbunden bleiben.

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