Erstellt am 14. Oktober 2013, 22:01

Stipendium in Amerika. Übersee-Abenteuer / Der Oberpullendorf Rudolf Kurz möchte seinen Tennisalltag ans College nach Wilmington verlegen.

Neue Aufgabe. Der Oberpullendorfer Rudi Kurz versucht sein Glück in den USA.  |  NOEN
Von Didi Heger

TENNIS / Amerika ruft – und zwar Oberpullendorfs Tennistalent Rudolf Kurz. Dieser entschied sich in den vergangenen Monaten dazu, seine Ambitionen auf professionelles Tennis ein wenig hinten anzustellen und sein Glück in Übersee zu versuchen.

Zunächst in Trainingsgruppe mit Thiem und Novak

Aber der Reihe nach: Die Abendschule in der HAK Oberpullendorf und das tägliche Training in der Südstadt waren für einige Jahre das tägliche Brot für den Oberpullendorfer. Eifrig arbeitete er in einer Trainingsgruppe mit Dominik Thiem und Dennis Novak daran, unter die besten Tennisspieler Österreichs zu gelangen.

Doch dann, zwischen mündlicher und schriftlicher Reifeprüfung setzte sich plötzlich ein anderer Gedanken in Rudolf Kurz‘ Gehirn fest. „Ich war damals mental nicht so gut drauf, was den Tennissport betrifft. Ich habe mich in der Südstadt ein bisschen umgehört und Kontakte geknüpft.“

Alex Antonitsch half Kontakte zu knüpfen

Ein Kontakt trug den Namen Alex Antonitsch. Dieser stellte einen weiteren Kontakt zu einem Agenten her, der für den Oberpullendorfer Colleges aussuchte, die seinen Wünschen entsprachen. „Ich wollte es das gesamte Jahr über warm – und wenn möglich sollte es auch am Meer liegen“, erzählt der Rechtshänder.

Heraus kam eine Liste mit drei Universitäten in North Carolina, Florida und Tennessee. Also stieg Kurz in den Flieger, um seine neue Heimat vor Ort zu erkunden. Zwei bis drei Tage mit Campusbesichtigung, Probetraining und Kennenlernen der Teamkameraden standen auf dem Programm.

Auf den Spuren von Blake und Benjamin Becker

Die Entscheidung fiel schlussendlich auf Wilmington (North Carolina). „Sie haben das beste Tennisteam, sind 33. unter 2.000 Colleges in den USA“, erzählt Kurz. Ganz abhaken braucht er den Traum vom Profitennis aber noch nicht. Auch der Deutsche Benjamin Becker und James Blake reiften in der College-Liga zu Spitzenspieler.

„Ich werde auch nach meinem Amerika-Aufenthalt noch gut Tennisspielen“, ist sich Kurz sicher. „Schauen wir, was rauskommt.“ Jedenfalls soll ein vierjähriges Wirtschaftsstudium auf die Habenseite wandern. Zuvor gilt es aber noch, die Aufnahmetests zu absolvieren.