Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Unmut nach Strafe. Fußball / Lockenhaus-Torhüter Peter Reidinger fasste bei der STRUMA drei Spiele Sperre aus. Zeugenaussagen halfen dem Keeper nicht.

Von Otto Gansrigler

2. LIGA MITTE / „Die drei Spiele Sperre schockieren mich weniger, allerdings wurde der Gerechtigkeit nicht genüge getan“, berichtet Lockenhaus-Keeper Peter Reidinger von der Sitzung der STRUMA (Straf- und Meldeausschuss) am Donnerstag. Vor allem eine Meldung aus dem Gremium sorgt für Unmut beim SCL-Schlussmann. „Mir wurde gesagt, dass auch 100 Zeugenaussagen nichts bringen. Was einzig und allein zählt, ist der Bericht des Schiedsrichters“, führt Reidinger aus.

Dieser entsprach laut dem Goalie aber nicht den Tatsachen. Wenig verwunderlich für Reidinger: „Der Schiedsrichter hat mir schon beim Abgang mitgeteilt, dass er den Bericht so gestalten könne, dass ich mit einer längeren Sperre zu rechnen habe.“ In seinem Kampf um Gerechtigkeit ging Reidinger schon während der zweiten Spielhälfte auf Zeugensuche – und wurde auch fündig. Deutschkreutz-Trainer Christian Janitsch, der die Spiele seines Heimatklubs wie gewohnt auf der Bank hinter dem Tor verfolgte und Viktor Warda stellten sich zur Verfügung, eine schriftliche Stellungnahme abzugeben.

Deutschkreutz ist  nächster SCL-Gegner

Die wurden jedoch, wie erwähnt, abgeschmettert. Dabei sollte es an der Glaubwürdigkeit von FCD-Trainer Christian Janitsch wohl kaum einen Zweifel geben, denn Deutschkreutz ist am Freitag Gegner des SC Lockenhaus. Der Coach hätte also keinen Grund seinem Gegenüber einen Gefälligkeitsdienst zu erweisen.

Lockenhaus-Trainer Gerhard Pichler sieht die Sache nüchtern: „Mir war von vornherein klar, dass der Schiedsrichter von diesem Gremium nicht infrage gestellt wird. Ich war auf dieses Strafmaß vorbereitet.“ Die Causa Reidinger wird daher ungern, wegen mangelnder Erfolgsaussichten, gezwungenermaßen zu den Akten gelegt. Der Fokus muss laut Trainer Pichler, trotz allen Ärgernisses und des Fehlens der etatmäßigen Nummer eins, auf das Sportliche gelegt werden. Es soll nur noch an einer Front gekämpft werden – und zwar auf dem Spielfeld.