Erstellt am 11. März 2014, 23:59

von Michael Heger

Wenig überzeugend an die Liga-Spitze. Regionalliga Ost / Trotz holprigem Frühjahrsstart konnte der SC Ritzing bereits den FAC überholen und lacht nun von der Spitze.

Zweikampf. Ritzings Luka Jakara (r.), hier im Duell mit dem Admiraner Ilter Ayylidiz, und der SC Ritzing sind neuer Tabellenführer. Foto: Bruno  |  NOEN, Bruno
Von Michael Heger

In Ritzing wuchsen nach den starken Leistungen in der Vorbereitung die Bäume schon teilweise in den Himmel. Umso größer war nach dem Auftakt-Remis im eigenen Stadion gegen Neuberg der Katzenjammer am Sonnensee und in der Umgebung.

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Auch beim hart erkämpften 2:0-Sieg gegen die Admira Amateure zeigten sich die Ritzing-Kicker noch nicht sattelfest, was erneut für Unmut unter den Fans sorgte. Aufgrund der Niederlage des FAC in Retz lacht der SC Ritzing trotzdem bereits nach dem zweiten Rückrundenspiel erstmals von der Tabellenspitze.

Spieler müssen sich an die Liga gewöhnen

Knapp zwei Wochen vor dem Spitzenduell gegen den FAC auf eigener Anlage ist also noch ordentlich Sand im Getriebe der Rapp-Truppe. Auch der Trainer sieht noch Potenzial nach oben: „In Sachen spielerisches Element und Chancenauswertung müssen wir eindeutig noch besser werden.“

Die Hoffnung von Trainer Stefan Rapp liegt auch darin, dass dieser Sieg gut fürs Selbstvertrauen war. Augenscheinlich ist aber auch, dass sich einige der neuen Ritzing-Spieler erst an die Liga gewöhnen müssen. Michael Stanislaw und Co. zeigen sich noch phasenweise überrascht von der hohen Intensität, mit der die Spiele geführt werden. Eines beweist die FAC-Niederlage natürlich im Besonderen – nämlich, dass sich alle besonders gegen die Spitzenteams rein hängen und sehr kampfbetont zu Werke gehen.

In Oberwart muss man auf der Hut sein 

Den Fehler, bereits zu sehr an das Spitzenspiel gegen den FAC zu denken und Oberwart zu unterschätzen, dürfen die Ritzing-Spieler mit Sicherheit nicht machen. Den Südburgenländern steht das Wasser bereits bis zum Hals, allen voran der Ex-Ritzinger Manuel Takacs und seine Kollegen werden alles was sie haben in die Waagschale werfen und sich sicher nicht so einfach geschlagen geben.

„Es wird ein Kampf bis zum letzten Spiel“, ist sich Manager Robert Hochstaffl bewusst, „das muss in die Köpfe der Spieler hinein.“ Das Ziel ist klar, die derzeitige Tabellenplatzierung soll gehalten werden.

Die teilweise übersteigerten Erwartungen in Ritzing könnten zum größten Hemmschuh werden. Davon betroffene Personen sollten aber daran denken, dass man in Ritzing vor knapp über einem Jahr noch vor dem Nichts stand.