Erstellt am 15. August 2012, 00:00

Weninger macht Schluss. FUSSBALL / Der Tormann steht Ostligist Ritzing nicht mehr zur Verfügung und legt vorerst einmal eine längere Pause ein.

VON MICHAEL HEGER

Die Tormannfrage beim SC Ritzing hat sich von selbst gelöst. Der Stammtorhüter der letzten drei Jahre, Hannes Weninger, steht nämlich nicht mehr zur Verfügung. Schon gegen die Austria Amateure stand er nicht mehr im Kader der Truppe von Julius Simon.

Teammanager Norbert Hofer zum Fall Weninger: „Wir haben ihn suspendiert, weil man in dieser Phase Spieler braucht, die an einem Strang ziehen. Das war bei Hannes nicht der Fall.“ Laut Hofer könne Weninger jederzeit an den Verein herantreten, falls er zurück kommen möchte. Im Gespräch mit Hannes Weninger hört sich das Ganze etwas anders an: „Ich habe mich dazu entschlossen, meine Fußballschuhe vorübergehend an den Nagel zu hängen. Ich habe in den letzten 22 Jahren alles dem Fußball untergeordnet und mein Privatleben vernachlässigt.“

Persönliche und sportliche  Gründe für den Entschluss

Für Weninger waren persönliche, aber auch sportliche Gründe entscheidend für seine Schaffenspause: „Ich habe schon länger überlegt. Für mich gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder ich greife noch einmal voll an oder ich höre auf. Am vergangenen Dienstag traf ich dann aus dem Bauch heraus die Entscheidung, nicht mehr für Ritzing zu spielen.“ Von besagter Suspendierung weiß Weninger nichts: „Ich habe mich bei allen in Ritzing verabschiedet. Ich wollte und bin im Guten gegangen, ich hatte hier drei wunderbare Jahre, die auch sehr erfolgreich waren.“

Diese guten Erinnerungen sah Weninger in dieser Saison gefährdet: „Die neue Mannschaft ist menschlich total in Ordnung, ich habe mich mit allen gut verstanden. Ich denke aber, dass es sportlich sehr schwer wird, mit so wenig Ostliga-Erfahrung im Team, sportlich zu bestehen. Wenn man nicht zu 100 Prozent überzeugt ist, dann macht es keinen Sinn.“ Mit Weningers Rücktritt ist der Weg frei für Goalie Fabian Hoffmann.

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