Erstellt am 13. Februar 2013, 00:00

„Wir wollen in die Erste Liga“. Regionalliga Ost / Vor der Abfahrt ins Trainingslager nach Slowenien stand Ritzing-Obmann Harald Reißner Rede und Antwort.

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BVZ: Zuletzt waren Zahlungen an den BFV ausständig. Wie sieht die derzeitige Situation zwischen dem SC Ritzing und dem Verband aus?

Harald Reißner: Wir haben in den letzten Tagen wieder eine neue Zahl vom Verband bekommen. Nach endgültiger Abklärung haben wir den offenen Betrag überwiesen.

Was kann die neu zusammengestellte Mannschaft in dieser Saison noch erreichen?

Reißner: Ich bin Optimist und denke, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden – allerdings dann, wenn es nur zwei Absteiger gibt. Bei drei Absteigern wird es sehr schwierig.

Gibt es auch einen Plan B, falls man doch in die BVZ Burgenlandliga absteigt?

Reißner: Den gibt es natürlich. Auch bei einem Abstieg läuft das derzeitige Projekt weiter.

Was sind die langfristigen Ziele in Ritzing?

Reißner: Mittelfristig wollen wir in die Erste Liga aufsteigen. Das Projekt ist, so wie es mit der Hilfe von Robert Hochstaffl aufgestellt wurde, finanzierbar und tragfähig. Ich glaube, dass es im Bezirk eine große Nachfrage nach gutem Fußball gibt. Den wollen wir bieten.

Wie ist die Idee „Ritzing neu“ entstanden?

Reißner: Ich habe Franz Grad angerufen und ihn um Rat gefragt. Es war für mich im Winter eine ernste Überlegung, den Verein zu schließen. So wie es zuletzt gelaufen ist, hat es keinen Spaß gemacht. Immer nur ums Überleben zu kämpfen ist auf Dauer einfach zu wenig. Als ich mich dann mit Franz Grad traf, saß dort eine ganze Expertenrunde, angeführt von Georg Zellhofer und Robert Hochstaffl. Wir haben dann diskutiert, wahrscheinlich habe ich nur den richtigen Leuten die richtige Frage zur richtigen Zeit gestellt.

Wie sieht die Arbeit von Robert Hochstaffl aus?

Reißner: Ohne ihn wäre das gar nicht möglich gewesen. Er hat die nötigen Kontakte und konnte in einem realistischen finanziellen Rahmen eine tolle Mannschaft zusammenstellen. Auch mit dem Trainer-Team ist ihm ein Goldgriff gelungen.

Wie weit fortgeschritten ist die Kooperation mit der Akademie Szombathely?

Reißner: Es hat von Beginn an gute Gespräche mit den Verantwortlichen gegeben. In den nächsten Wochen sollte es zum Abschluss kommen. Unser Trainerteam wird schon bald die Spieler, die in Frage kommen, beobachten.

Alle Fußballinteressierten im Land fragen sich: Wer sind die Sponsoren, die hinter dem Ganzen stehen.

Reißner: Das werden wir erst bekannt geben, wenn sportlich alles auf Schiene ist – in etwa zwei Wochen.

Interview: Michael Heger

Neues Duo. Neo-Manager Robert Hochstaffl (l.) und Ritzing-Obmann Harald Reißner schafften es im Winter, den Verein auf völlig neue Beine zu stellen. Mittelfristig soll es sogar in die Bundesliga gehen.Otto