Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

„Wurden um den Punkt gebracht“. REGIONALLIGA OST / Ein dubioser Elferpfiff in der Nachspielzeit raubte den Ritzingern einen Punkt beim Sportklub.

Franz Ponweiser  |  NOEN
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VON OTTO GANSRIGLER

WIENER SPORTKLUB - RITZING 3:2. Die Hausherren aus Dornbach erwischten in diesem Spiel der Tabellennachbarn den besseren Start. Sertan Günes nützte bereits in der dritten Spielminute einen Stellungsfehler der Ritzinger Defensive und schob zum 1:0 ein. Der Sportklub blieb am Drücker und hatte zwei weitere Topmöglichkeiten, die aber ungenützt blieben. Erst danach wachten die Ritzinger auf und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten – Markus Ernst traf nur die Stange. Markus Buchinger nützte einen weiteren Stellungsfehler der Gäste und stellte auf 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff war abermals Ernst im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Stangelpass von Hasan Duman rutschte er das Leder von der gegnerischen Torlinie.

Der zweite Abschnitt  gehörte den Gästen

Nach einer Kabinenpredigt übernahmen aber die Mittelburgenländer das Kommando. Gleich nach der Pause zeigte Markus Ernst, dass er Tore schießen kann. Er traf im Eins-gegen-Eins gegen Sportklub-Keeper Michael Harrauer ins kurze Eck. Hasan Duman gelang, nachdem er zuvor schon eine Top-Chance ausgelassen hatte, sogar der Ausgleich.

Die Nachspielzeit brachte  einige auf die Palme

Nach dem 2:2 verflachte die Begegnung und beide Mannschaften schienen vor der dreiminütigen Nachspielzeit mit dem Remis zufrieden. Als diese schon fast vorbei waren, sahen die Zuschauer eine Verkettung von Fehlentscheidungen. „Eigentlich war die Nachspielzeit schon vorbei. Dann gab der Schiedsrichter, obwohl er alles genau gesehen haben muss, vor unserer Trainerbank einen Freistoß für den Sportklub – eine krasse Fehlentscheidung. Marco Ponweiser wurde von Jürgen Csandl gefoult und nicht umgekehrt.“

Referee Markus Mayr ließ sich in seinem Tun aber nicht beirren und ließ den Freistoß ausführen. „Der Schiri hat zu uns auf die Trainerbank zugerufen, dass er sagt, wann das Spiel aus ist und wir gleich etwas sehen werden“, kann Ponweiser die Aussagen des Unparteiischen immer noch nicht fassen.

Die Wiener führten den Freistoß aus, plötzlich gingen Markus Ernst und Jürgen Csandl im Strafraum zu Boden. Schiri Mayr zögerte nicht und zeigt auf den Elfmeterpunkt. Patrick Wunderbaldinger verwandelte im zweiten Versuch.

Der Penalty musste wiederholt werden, da ein aufgebrachter Fan in Richtung Spielfeld unterwegs war. Kein Wunder, denn eigentlich sah es so aus, als hätte Csandl Ernst zu Boden gerissen und nicht umgekehrt.

„Vor mir gingen zwei Spieler zu Boden und ich habe ein Reißen des Ritzingers gesehen“, erklärt der Referee seine Entscheidung. Auch beim Foul vor dem Freistoß beharrt der Unparteiische auf seinem Standpunkt. „Das war eine Tatsachenentscheidung. Ich pfeife schon sehr lange und sehe mir die Szenen nie auf Video an“, so Mayr.

Beim Video-Studium würde Mayr aber genau sehen, dass Ritzing aufgrund einer klaren Fehlentscheidung das Spiel verloren hat. „Es ist unglaublich, wenn man durch eine dritte Kraft um den Erfolg gebracht wird. Wir behalten uns rechtliche Schritte vor“, so Ponweiser abschließend.