Erstellt am 18. Februar 2014, 23:59

„Zufrieden mit mir“. Interview / Die Stooberin Miriam Ziegler sprach mit der BVZ über ihren Olympia-Auftritt an der Seite von Partner Severin Kiefer.

Zusammenhalt. In Stoob wurde beim Public Viewing, das von der Jugend Stoob organisiert wurde, gemeinsam der Paarlauf -Bewerb verfolgt (siehe Hintergrund). Alle drückten ihrer Miriam die Daumen. Foto: Wukovits  |  NOEN, Wukovits

BVZ: Wie habt ihr euch auf den Paarlauf-Kurzprogramm-Bewerb vorbereitet? War die Nervosität groß? Bei der Übertragung habt ihr cool gewirkt.
Miriam Ziegler: Wir haben uns im Vorfeld wie auf jeden anderen Bewerb vorbereitet. Unser größtes Ziel für diese Saison war in Sotschi dabei sein zu können. Alles andere wäre eine Draufgabe gewesen, daher waren wir nicht nervös. Wir wollten unser Bestes geben und den Wettkampf genießen. Ich bin meistens mehr aufgeregt als mein Partner Severin, deshalb laufe ich so gerne mit ihm, weil er mich beruhigt vor Wettkämpfen.

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Wie seid ihr mit eurem Abschneiden im Paarlauf letztlich zufrieden?
Sehr. Leider haben wir nicht alle Levels bekommen, und ich persönlich hätte mich natürlich gefreut, wenn wir die 50 Punkte geknackt hätten, aber wir sind trotzdem total zufrieden und hätten für unsere Verhältnisse nicht besser laufen können. Mein Hauptziel war vom Eis zu gehen und zufrieden mit mir zu sein, egal welche Platzierung wir erreichen – und das ist mir gelungen. In Vancouver war das nicht so.

„Haben nach dem Aus versucht so viel wie möglich zu unternehmen“

War es enttäuschend, dass ihr ganz knapp an der Teilnahme bei der Kür vorbeigeschrammt seid? Schließlich habt ihr im Kurzprogramm einen neuen persönlichen Punktrekord aufgestellt.
Nein, wir sind nicht enttäuscht und können gut mit beidem leben. Ob wir 16. oder 17. sind, macht für uns keinen so großen Unterschied.

Wie habt ihr die Tage nach eurem Auftritt erlebt? Ihr werdet vermutlich euren österreichischen Kollegen bei so manchem Bewerb die Daumen gedrückt haben. Bei welchen Events wart ihr dabei und was hat euch am meisten fasziniert?
Wir haben die Tage danach noch beim Wettkampf der Herren im Eiskunstlauf zugesehen und versucht so viel wie möglich zu unternehmen. Mehrmals waren wir noch im Austria Tirol Haus, haben Snowboard-Slopestyle der Damen verfolgt, das Eishockeyspiel Österreich gegen Finnland, Skispringen der Herren und das Mountain-Village besichtigt. Snowboard-Slopestyle hat uns am meisten beeindruckt, obwohl Anna Gasser leider keine Medaille geholt hat.

Wie geht es jetzt für das Duo Ziegler/Kiefer weiter?
Wir reisen jetzt zurück und fahren dann von Wien ins Burgenland zu meinen Eltern. Danach geht es dann weiter nach Graz bis Ende nächster Woche. Am 28. Feber und 1. März haben wir einen Wettkampf in Wien und am 7. März fliegen zum Training nach Berlin. Dort bleiben wir bis 21. März. Am 10. März werden wir auch unsere Uni-Prüfungen in Berlin ablegen. Am 19. März werde ich meinen 20. Geburtstag in Berlin feiern und tags darauf geht es dann weiter nach Tokio zur WM. Dann ist unsere Saison vorbei und wir machen Urlaub bis April.

Interview: Otto Gansrigler