Mariasdorf

Erstellt am 21. September 2016, 02:14

von Markus Gyaky

Mariasdorf gegen Zuberbach: Streit nicht beigelegt. Der Zwist nach dem strafverifizierten 9:2 des SC Mariasdorf gegen den SV Zuberbach geht in die nächste Runde.

Damit war nicht zu rechnen. Die Partie zwischen Zuberbach (weiß) und Mariasdorf schlug extrem hohe Wellen. Foto: Gyaky  |  Gyaky

Der Fall zwischen dem SC Mariasdorf und dem SV Zuberbach nimmt kein Ende. Zur Erinnerung: Vor knapp zwei Wochen drehte der Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) das 9:2 der Mariasdorfer in ein 0:3 für Zuberbach. Das passierte, weil einem Mariasdorfer Funktionär, der sich für den Online-Spielbericht zuständig zeigt, ein Fehler unterlief. In Mariasdorf gibt es zwei Spieler mit gleichem Namen: Matthias Kappel. Der „Falsche“, der eigentlich nicht spielte, war am Online-Bericht angegeben.

Die Gäste erhoben Einspruch und bekamen Recht. In der Vorwoche meldeten sich nun die Mariasdorfer Verantwortlichen, aber mit Josef Kristaloczi auch ein Zuberbacher Funktionär zu Wort, wobei die SCM-Funktionäre die Vorgehensweise seitens der Zuberbacher kritisierten. Nun nahmen diese in Person von Klaus Brandstätter Stellung, der kein Verständnis für diverse Aussagen hat.

„Die Mariasdorfer bemerkten schon nach dem Spiel ihren Fehler und was machten sie? Nichts.“

Klaus Brandstätter

„Der SC Mariasdorf sprach in der letzten BVZ-Ausgabe von einem Formalfehler, was den Tatsachen einfach nicht entspricht. Fakt ist vielmehr, dass die Mariasdorfer mit Matthias Kappel einen Spieler einsetzten, der nicht am Online-Spielbericht aufschien und auch nicht als Ersatzspieler geführt wurde. Folglich kickte er mit einem falschen Spielerpass. Wenn dann seitens der Mariasdorfer behauptet wird, dass wir durch Fotos bei Erscheinen der BVZ am Mittwoch darauf aufmerksam wurden, dann ist das eine Lüge. Bereits am Dienstag nach dem Spiel wurde der BFV vom Fehlverhalten per E-Mail informiert“, so Funktionär Brandstätter.

Dabei ging Brandstätter gar noch weiter und führte das auch aus: „Die Mariasdorfer brauchen gar nicht enttäuscht zu sein, denn enttäuscht sind wir. Die Funktionäre und Trainer Kirnbauer bemerkten schon nach dem Spiel ihren Fehler und was machten sie? Nichts, im Gegenteil: Kirnbauer ließ über die BVZ noch ausrichten, dass ‚aus diesem Sieg eine Niederlage zu machen, Betrug an seinen Spielern‘ wäre. Nun fragen wir uns, wer betrogen hat? Wir wurden nicht informiert, ihre Fans nicht und deren Spieler auch nicht. Wollte man den Fehler vielleicht vertuschen? Ist das dann nicht vorsätzlicher Betrug?“

Kirnbauer: „Kein Öl mehr reingießen“

Trotz dieser teils harten Aussagen, will man in Zuberbach nun Ruhe in dieser Angelegenheit, wie Brandstätter weiter erklärend ausführte: „Wir werden auch in Zukunft alles daran setzen, um mit dem SC Mariasdorf und allen anderen Sportvereinen in unserer Klasse ein gutes und sportliches Verhältnis zu pflegen.“

Inzwischen nahm man in Mariasdorf die Aussagen wie folgt auf. Trainer Fritz Kirnbauer: „Mich kann nichts mehr schockieren. Eine Neuaustragung wäre wohl am Fairsten gewesen wäre. Wir haben einen Fehler gemacht, aber angefochten wurde das Resultat von den Zuberbachern. Ich kann verstehen, dass sie sich über die BVZ rechtfertigen wollen. Das würde ich auch machen. Dennoch will ich nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen.“