Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Acht Vereine haben einen Master(s)plan. BFV-HALLENMASTERS / Am Samstag steigt in Oberwart die mittlerweile 27. Auflage. Einen Topfavoriten gibt es nicht.

Der SV Oberwart (Dominik Weiss, l.) zählt beim BFV-Hallenmasters 2011 zum Kreis der Favoriten. Mögliche Stolpersteine auf dem Weg zum Titel gibt es aber genug.ANDREAS KOLLER  |  NOEN
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Fünf Klubs aus dem Südburgenland und drei aus dem Norden bilden den sportlichen Rahmen des BFV-Hallenmasters 2011. Das ist, was die Zuschauerzahlen betrifft, schon einmal eine vernünftige Voraussetzung für einen guten Besuch. Wie jedes Jahr spekulieren die Verantwortlichen mit einem leichten Übergewicht der lokalen Vereine, diese Basis ist sozusagen geschaffen.

Daher ist es auch für Fußballverbandspräsident Karl Kaplan naheliegend, die Wünsche entsprechend offensiv anzusiedeln: „Das wird ein toller Einstieg in das Jahr 2011. Ich erwarte ein volles Haus.“

Wer es am Ende auf den Thron schafft, lässt sich aber im Vorfeld nicht ganz so einfach prognostizieren.

Geht es rein nach den Punkten in der Qualifikation, ist Regionalligist Neusiedl ein heißer Tipp. Trainer Harry Toth über die Erwartungen: „Alles ist offen.“ Einen gewissen Heimvorteil spricht er den lokalen Vereinen aber nicht ab: „Die Südklubs haben sicher öfter in der Halle gespielt als wir. Dazu kennen sie die Halle in Oberwart besser.“

Auch die Amateure des SV Mattersburg dürfen im Vorfeld des Turniers ohne weiteres zum Favoritenkreis gezählt werden. Chefcoach Damir Todorovic stellt jedenfalls klar: „Wenn wir schon zum Masters fahren, wollen wir dort auch gewinnen.“

Der dritte Regionalligist im Bunde ist übrigens gar keiner. Parndorf wird, weil sich der Ostliga-Kader bereits auf das Frühjahr vorbereitet und die Burgenlandliga-Mannschaft in der Halle stark gespielt hat, mit der 1B anreisen. Was sich Spielertrainer Paul Hafner erwartet? „Unser Ziel muss sein, die Kreuzspiele zu erreichen.“

Zurückhaltung, bis auf  Oberwart und Stuben

Die Kreuzspiele erreichen will auch der SV Oberwart, wie Trainer Kurt Riedl ausführt: „Nachdem wir uns eigentlich problemlos qualifiziert haben, erhoffe ich mir schon, dass wir um einen Spitzenplatz mitspielen können.“

Beim SV Neuberg, traditionell ein Anwärter auf den Sieg, ist die Zurückhaltung vor dem ersten Anpfiff spürbar. Betreuer Andreas Konrad bleibt aufgrund der diesmal eher mäßigen Auftritte defensiv: „Normalerweise will ich immer gewinnen. Heuer ist unser Ziel, eine gute Figur abzugeben. In unserer Gruppe ist Neusiedl Favorit, dahinter kommt Oberwart.“

Ob Titelverteidiger Stinatz wieder der große Wurf gelingt? Trainer Norbert Barisits will zumindest „schauen, dass wir in dem Konzert der Großen eine gute Rolle spielen.“

Außenseiter ist neben Kohfidisch (Coach Ingmar Spendier: „Wir werden versuchen mitzuhalten. Schauen wir mal, wo die Grenzen unserer Burschen sind.“) vor allem der 2.-Liga-Süd-Klub aus Stuben. Bei der Truppe von Jürgen Halper kickte in der Qualifikation Ingo Szabo als Gastspieler (erfolgreich) mit. Der Sportklub-Kapitän ist beim Masters aber nicht spielberechtigt.

Trotzdem ist der Trainer zuversichtlich: „Es ist schade, aber er hat die Turniere auch nicht alleine gewonnen. Wir spielen jedenfalls nicht mit, um nur dabei zu sein, sondern treten an, um jedes Turnier zu gewinnen.“